Floh-Seligenthal - Das Edelgas Radon war schon in der guten alten Zeit vorhanden und verströmte als Heilmittel Hoffnung für Schmerzgeplagte. In Kleinschmalkalden wurde gar Uranabbau geprüft.„Radium ist ein zweiwertes Element“, dozierte der Oberprimaner Hans Pfeiffer (mit drei F) in der „Feuerzangenbowle“ und ließ sogar bei den Schülerinnen der höheren Töchterschule und bewährten deutschen Schulmännern helle Begeisterung aufkommen. Die Strahlkraft kann man doppelt sehen, denn Radium führt den Radius (Strahl) im Wortstamm, genau wie Radon. Das eine ist eine feste Substanz aus der Gruppe der Erdalkalimetalle, das andere eine nicht greifbare Erscheinung, die man weder sehen noch riechen kann. Doch zwischen beiden Stoffen besteht ein Zusammenhang. Beide sind Glieder in der Zerfallskette des Urans, dazwischen drängelt sich nur das Francium. Am Ende steht übrigens ein Schwergewicht: Blei.