Es war ein technischer Defekt, der dieser Tage für Aufregung in der Müllverbrennungsanlage in Zella-Mehlis gesorgt hatte. Offensichtlich gab es einen Kurzschluss in der Kabelbahn der Anlage. „Wir haben vorsorglich die Kameraden der Zella-Mehliser Feuerwehr gerufen, weil sie entsprechende Möglichkeiten und Ausstattungen haben, um in Schutzkleidung und mit Wärmebildkameras sicher in mögliche Gefahrenbereiche vorzudringen“, sagt Marius Stöckmann, der Geschäftsleiter des Zweckverbandes für Abfallwirtschaft Südwestthüringen (Zast). Auch wenn für eine Zeit lang die Anlieferung pausieren musste und niemand in den Müllbunker hineinfahren durfte, habe es keine nennenswerten Auswirkungen auf den Betrieb der Müllverbrennungsanlage gegeben, so Stöckmann. Die Feuerung musste nicht unterbrochen werden. Zum Glück, denn sie herunter- und dann wieder hochzufahren, braucht Zeit sowie bis zu 35 000 Liter Heizöl. Und das ist schon ein ordentlicher Kostenfaktor, der zu Buche schlägt. Derlei Erfahrungen gibt es alle ein bis zwei Jahre einmal, wenn es aufgrund unsachgemäßer Entsorgung von Schadstoffen, Fahrradakkus oder gar Gasflaschen im Hausmüll zu Bränden im Müllbunker kommt, die meistens auch Reparaturarbeiten nach sich ziehen. Dann kann drei bis vier Tage kein Abfall verbrannt werden.