Meiningen - Kurz vor dem Inkrafttreten des verschärften Lockdowns in Deutschland haben in Meiningen am Montagabend gut 100 Anhänger der Querdenker-Bewegung auf einer Kundgebung und dem anschließenden „Friedenslicht-Spaziergang“ deutlich gemacht, was sie von den Maßnahmen halten – nämlich nichts. Was aber nicht bedeutete, dass gegen die Gesundheitsschutz-Auflagen verstoßen wurde. Unter den Augen der Polizei beachteten die Teilnehmer die Maskenpflicht, auch mahnte Mitorganisator Olaf Gasparowski, den Abstand einzuhalten. Verbunden mit dem Hinweis, dass man sich bewusst an die Regeln halte, da es in Meiningen nach wie vor möglich sei, frei seine Meinung zu äußern. Ausdrücklich dankte er Bürgermeister und Ordnungsamt für die diesbezügliche Unterstützung. „Wir wollen hier in Meiningen ein Leuchtturm der Querdenker-Bewegung sein.“ Daher achte man auch sehr darauf, nicht von radikalen Kräften unterwandert und vereinnahmt zu werden, machte Gasparowski gegenüber Meininger Tageblatt deutlich. Und tatsächlich kamen, wie schon in den Vorwochen, Menschen aus der Mitte der Gesellschaft auf dem Markt zusammen. Es wehten weder Reichskriegsflaggen noch waren radikale Parolen zu hören. Es war ein friedlicher Protest Andersdenkender.
Querdenker in Meiningen Einladung zum Dialog
Ralph W. Meyer 14.12.2020 - 20:44 Uhr