Kilometerweit durch Erfurt Blutspur führt Polizisten zum Täter

Etwa drei Kilometer weit folgten Polizisten am Ostersonntag einer Blutspur durch die Krämpfer- und Johannesvorstadt - auf der Suche nach demjenigen, der ein Fenster eingeschlagen hatte.

Erfurt - Wie die Polizei mitteilte, wurden die Beamten am Sonntag in die Krämpfervorstadt gerufen, da in einem Mehrfamilienhaus ein Fenster eingeschlagen worden war.

Schon als sie die Anzeige aufnahmen, fiel den Polizisten eine Blutspur im Bereich des kaputten Fensters auf, die vom Täter stammen musste und in den Keller des Hauses führte. Da zu diesem Zeitpunkt kein geeigneter Fährtensuchhund zur Verfügung stand und nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich der Täter schwer verletzt in Lebensgefahr befindet, folgten die Beamten kurzerhand zu Fuß der Blutspur.

Nach ungefähr drei Kilometern kreuz und quer durch die Krämpfer- und Johannesvorstadt endete die Spur an einem Mehrfamilienhaus beim Johannesplatz. Dort fanden die Polizisten den Täter bei seiner Lebensgefährtin - mit einer immer noch stark blutenden Handverletzung.

Als die Beamten dem Mann erzählten, wie sie ihn gefunden hatten, dämmerte auch ihm, wie schwer verletzt er tatsächlich ist. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Auch wenn der Mann mit seiner Verletzung schon genug gestraft sei, so die Polizei, erwarte ihn zusätzlich eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung an dem Treppenhausfenster.

 

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