Pumpspeicherwerk Hochwasserwelle rauscht am 8. Mai durch Goldisthal

Flussanlieger sollten am Donnerstag darauf acht geben, dass die Schwarza nichts mitnimmt. Wer Sitzbänke oder Grilleck direkt am Gewässer stehen hat, ist gut beraten diese zu sichern.

Das Unterbecken des Goldisthaler PSW, 2001 von Vattenfall in Betrieb genommen, hat einen Speicherraum von rund 19 Mio. Kubikmeter. Neben der Funktion als Pumpspeicherkraftwerk dient das Becken auch dem Hochwasserschutz im Schwarzatal. Foto: Ittig

Einen erhöhten Pegel der Schwarza kündigt das Goldisthaler Pumpspeicherwerk an für Donnerstag. Wie Anlagensprecher Thomas Schubert informiert, erhöht das PSW am 8. Mai die Wasserabgabe in die Schwarza stufenweise bis auf elf Kubikmeter pro Sekunde.

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„Dies ist eine geplante Maßnahme. Beginnend 8 Uhr und mit voraussichtlichem Ende gegen 18 Uhr, ermittelt so die Thüringer Landesgesellschaft in einer Messreihe die so genannte Wasserstand-Abfluss-Beziehung der Abflusspegel. Die Vattenfall Wasserkraft GmbH beauftragt dies zur Überprüfung der bestehenden Messmarken“, so Schubert. In Folge dieser Messkampagne und in Abhängigkeit der Zuläufe der Nebenflüsse der Schwarza, ist mit einer deutlich erhöhten Wasserführung zu rechnen. Anlieger sind gebeten zu beachten, dass der Ablauf der Scheitelwelle eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. „Gelagerte Gegenstände in direkter Nähe zum Gewässer sollten beräumt werden, um ein Wegschwemmen zu vermeiden.“

Elf Kubikmeter pro Sekunde im Durchlauf, dies zum Hintergrund, sind eine durchaus beachtliche Größenordnung. Für die Steinach zum Vergleich gilt – Ausreißer in Dürrezeiten bzw. Starkregenereignisse beiseite – rund ein Kubikmeter Wasser pro Sekunde als die im Schnitt übliche Menge.