Proteste Henfling fassungslos nach Schweigemarsch

Kritiker der Coronapolitik sind am Sonntag bei einem Schweigemarsch durch Ilmenau gezogen. Auf Plakaten setzten sie die Maskenpflicht und Teststrategie mit Folter gleich.

Plakate wie diese waren am Sonntagnachmittag beim Schweigemarsch in Ilmenau zu lesen. Foto: Madeleine Henfling/Twitter Foto:  

Ilmenau - Mit Fassungslosigkeit hat die Ilmenauer Landtagsabgeordnete und Stadträtin Madeleine Henfling (Grüne) am Montag auf einen Schweigemarsch von Kritikern der Coronapolitik am Sonntag in Ilmenau reagiert. Sie kritisierte, dass auf einigen Plakaten unter anderem die Maskenpflicht und Teststrategie mit Folter gleichgesetzt wurde.

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„Ich bin fassungslos, dass ihnen ihre Gesundheit und die ihrer Kinder und Enkel nicht am Herzen zu liegen scheint“, schrieb Henfling auf dem Kurznachrichtendienst Twitter über die Teilnehmer des Protestmarschs. „Sieben Prozent der Kinder entwickeln einen Long-Covid, sind also nachhaltig und für längere Zeit gesundheitlich eingeschränkt, ob sie sich davon jemals erholen, wissen wir einfach nicht“, so die Landtagsabgeordnete.

Mit Unverständnis reagierte Henfling aber auch darauf, dass mitunter Schulen und Kindergärten trotz der aktuell hohen Inzidenzwerte geöffnet sind. „Wie lange soll das noch so gehen? Damit Schulen und Kitas sicher öffnen können, müssen zuerst die Inzidenzwerte runter und zwar nicht auf 200, sondern auf unter 50. Und dann sind Maskenpflicht und Testpflicht wichtige Instrumente“, so Henfling.

Sie fordert auch, die Impfreihenfolge zu ändern. „Ich plädiere sehr dafür, Eltern mit Kindern unter 18 in der Impfreihenfolge nach vorne zu ziehen, sie sind hochmobil und sollten hier endlich Sicherheit bekommen“, schreibt sie. Mit der aktuellen Impfreihenfolge könnten Eltern frühestens im Juli mit einem Impfangebot rechnen. Wann Kinder geimpft werden können, sei aktuell noch nicht absehbar.

„Und noch mal: Es wäre die sinnvollste Variante, jetzt einen richtigen Lockdown zu machen. Wirtschaftlich, gesundheits- und bildungspolitisch ist das die einzig richtige Antwort“, so Henfling abschließend.