Protest Mahnwache der Friseure in Schmalkalden

Mahnwache auf der Schmalkalder Salzbrücke. Foto: Erik Hande

Lockdown-Mahnwache auf der Schmalkalder Salzbrücke: Friseure aus der Region protestierten am Mittwoch gegen die Schließung ihrer Geschäfte.

Schmalkalden - Betriebsinhaber und Angestellte von Friseur- und Kosmetikgeschäften kamen am Mittwochvormittag, schwarz gekleidet, zu einer halbstündigen Mahnwache zusammen. Auch in Schmalkalden trafen sich Vertreter des Friseurhandwerkes, um ihrer Forderung, die Salons umgehend wieder zu öffnen, Nachdruck zu verleihen. Und um auf die dramatische Situation im Friseur- und Kosmetikerhandwerk aufmerksam zu machen. Viele Unternehmen haben immer noch keine der angekündigten staatlichen Finanzhilfen erhalten, wie Geschäftsinhaber aus der Region auf Anfrage bestätigen. Die Rücklagen sind komplett aufgebraucht, die Fixkosten aber laufen weiter. Es gibt Friseure, die mussten bereits bei der Agentur für Arbeit Grundsicherung beantragen.

Die Veranstaltung auf der Salzbrücke war zuvor beim Landratsamt angemeldet worden und fand unter den gelten Vorschriften statt. Die Friseurmeister Susan Hoffmann-Neske (Viernau), Olaf Neues (Obermeister der Innung, Schmalkalden), Carola Bauer (Oberschönau) und Christina Jung (Floh-Seligenthal) fanden mit der Aktion viel Zuspruch bei den Passanten. Man habe wirksame Hygienekonzepte erarbeitet und umgesetzt, bei Kontrollen wurden keine Verstöße festgestellt, war auf Protestnoten zu lesen, welche die Teilnehmer der Öffentlichkeit präsentierten.

Die Teilnehmerzahl der mit der Kreishandwerkerschaft Schmalkalden-Meiningen/Suhl gemeinsam veranstalteten Aktion war inklusive Organisatoren und Besucher auf zehn Personen beschränkt.

Auch der Landesinnungsverband der Friseure und Kosmetiker Thüringen/Sachsen-Anhalt und die Friseurinnung Erfurt-Ilmkreis hatten am Mittwoch zur einer Lockdown-Mahnwache aufgerufen. Diese fand vor der Erfurter Staatskanzlei statt.

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