Baumfällung in Römhild Unverständnis: Protest ist abdekoriert

Ein Transparent in Römhild weist auf die geplante Fällung hin. Foto: privat

Der Naturschutzbund protestiert gegen die Fällung von Bäumen in Römhild. Lange bleibt der Protest aber nicht stehen.

Römhild - Die Gruppen „Hildburghausen“ und „An den Gleichbergen“ des Naturschutzbundes (Nabu) kritisieren die in Römhild geplante Fällung der Kastanien am Viehmarkt.

„Ein aufgebauter stiller Protest in Form von Strohpuppen und Botschaften wurde umgehend entfernt“, wie der Nabu am Sonntag mitteilte. Die Gruppen fragen sich nun, ob dieser Protest nicht verständlich sei und warum er entfernt wurde. „Besonders bedenklich finden wir es, dass Großbäume in der hiesigen Stadtplanung kaum eine Lobby zu haben scheinen. Der Erhalt solcher ehrwürdigen Gewächse müsste oberste Priorität haben“, schreiben Esther Dölle (Gruppe „Hildburghausen“) und Lothar Schüler (Gruppe „An den Gleichbergen“) in einer Erklärung.

Gerade vor dem Hintergrund der immer heißer werdenden Sommer seien solche Fällungen nicht nachzuvollziehen. Bäume als Schattenspender, Lebensräume und Verbesserer des Mikroklimas seien viel wert. Das Argument, dass einige Bäume krank seien, lassen die Nabu-Mitglieder wir aus zwei Gründen nicht gelten: Auch ein kranker Baum könne sich erholen, wenn man ihn richtig und gut pflege. Und selbst wenn sie krank seien: Sie sterben nicht sofort ab sondern könnten auch gut und gerne noch einige Jahre gefahrlos weiter existieren.

„Es beruhigt uns auch nur wenig, dass es Neuanpflanzungen geben soll: Was haben wir in unserer Lebenszeit noch davon? Eine sinnvolle und nachhaltige Strategie sehe beides vor: Neuanpflanzungen und Erhalt“, so die Erklärung.

 

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