Ein Sarg, Grablichter, Kreuze, dazu nasskaltes, nebeliges Wetter – die Symbolik für den Erhalt des Klinikstandorts in Neuhaus am Rennweg am Samstagvormittag konnte eindeutiger nicht sein. Trotz des ungemütlichen Wetters hatten sich – nach Angaben der Polizei – etwa 250 Teilnehmer auf den Weg gemacht und hielten unter Regenschirmen und Kapuzen fast zwei Stunden durch, um für den Krankenhausstandort zu demonstrieren. Wie nötig die Klinik am Rennsteig ist, schilderte am Mikro auf der Tribüne Gunnar Franke aus Schmiedefeld, dessen Vater jüngst in einer lebensbedrohlichen Situation war. In zehn Minuten sei der Senior im Neuhäuser Krankenhaus gewesen, wo er kompetente Behandlung fand und sein Leben gerettet habe. Was aber wenn diese Möglichkeit wegfällt?, stellte er die Frage in den Raum. Saalfeld sei schon weit, vom Weg nach Sonneberg wolle er gar nicht erst sprechen.