Eindrückliche historische Beispiele
Wie Laura Stadtmüller, die Unesco-Projektschulkoordinatorin, mitteilt, seien im Rahmen dieses Workshops zum Thema „Von Opfern und Mittätern im nationalsozialistischen Erfurt“ zwei eindrückliche historische Beispiele kombiniert worden, die zeigen, wie das nationalsozialistische Verbrechensregime auch durch das tägliche Handeln Einzelner oder kleinerer Gruppen ermöglicht wurde. Dabei besuchten die Schüler auch die Ausstellung „Der gelbe Stern. Die Erfurter Familien Cars und Cohn“. In der Ausstellung erfuhren sie, dass sich die Erfurter Familien Cars und Cohn in ihrer Konstellation ähnelten, die Familienväter Max Cars und Max Cohn Juden waren, ihre Frauen jedoch nicht zur jüdischen Religionsgemeinschaft gehörten. Nach 1933 wurden alle Familienmitglieder ausgegrenzt und schikaniert. Für eine gewisse Zeit waren sie durch die nichtjüdische Ehefrau bzw. Mutter vor dem Schlimmsten geschützt. Während die Familie Cars überlebte, wurden Max, Helmut und Rosemarie Cohn in den nationalsozialistischen Lagern ermordet. Sie waren durch Nachbarn und Arbeitskollegen ohne Not denunziert worden ...