Privatradio Ostalgie-Radio für Thüringen

Ostalgie und Schlager im Radio: Wer das mag, bekommt in Thüringen bald mehr Auswahl. Zwei neue Ableger von „Antenne Thüringen“ und ein Berliner Sender haben ihre Lizenzen bekommen. Los geht’s aber erst nächstes Jahr, meist nur digital und zunächst nicht im Süden des Landes.

B2-Schlagerradio: In Berlin und Brandenburg auch für Konzert- Events bekannt, so wie hier mit Sonia Liebing im Jahr 2019 beim „Schlagerhammer“ auf der Galopprennbahn Hoppegarten. Foto: imago images / mix1

Erfurt - Eine Ostalgie- und zwei Schlagerwellen dürfen künftig in Thüringen auf Sendung gehen. Die Landesmedienanstalt (TLM) hat zwei neue Ableger von „Antenne Thüringen“ sowie das bundesweite „Schlager Radio“ für die Ausstrahlung im Freistaat zugelassen, teilte die TLM am Mittwoch mit. „Antenne Ostalgie“ will unter dem Slogan „Nonstop Rock und Pop für Thüringen“ vor allem ostdeutsche Musik für die Zielgruppe 30 bis 70 senden. Die „Schlagerwelle“ spricht mit dem Untertitel „Wir lieben Schlager – Wir lieben Thüringen“ die gleiche Altersgruppe an. „Schlager Radio“ aus Berlin (früher: B2) sendet bereits in mehreren Bundesländern.

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Die beiden neuen „Antenne Thüringen“-Ableger werden ausschließlich digital ausgestrahlt, also über DAB+ und Internet. Weitere UKW-Frequenzen stehen der Privatsenderfamilie nicht zu, da mit dem Hauptprogramm „Antenne Thüringen“ und dem Jugendsender „Top 40“ die zwei gesetzlich zulässigen Sendeplätze schon belegt sind. „Schlager Radio“ darf auch auf UKW senden, ist aber in der Städtekette zwischen Eisenach und Gera zu empfangen, also etwa im Autoradio auf der A4.

Auch die beiden „Antenne“-Ableger auf DAB+ werden zunächst nur rund um Erfurt und Weimar zu hören sein, also nicht im Süden Thüringens. Diese Region wird laut TLM erst in einem künftigen Ausbauschritt des Digitalradios mitversorgt. Wann das der Fall sein wird, ist offen.

Auch der Sendestart der drei neuen Privatradios steht noch nicht fest. Die TLM rechnet damit erst im Verlauf des nächsten Jahres. Zunächst müssten sich die Sender mit dem technischen Betreiber der DAB-Frequenzen einigen, hieß es. Schlager- und Ost-Musik gelten für Privatradios als lukrativ, weil die MDR-Radiowellen sie selten senden. er