Preisträger Walter Höhn mit Kulturnadel geehrt

red
Tina Beer übergab den Preis an Walter Höhn. Foto: TSK

Der Heimatautor Walter Höhn aus Wölferbütt ist einer von zehn Preisträgern, die in dieser Woche in Erfurt mit der Kulturnadel 2022 des Freistaats Thüringen geehrt worden sind.

Kulturstaatssekretärin Tina Beer hat zehn Frauen und Männern aus dem Freistaat in einer feierlichen Veranstaltung im Kaisersaal in Erfurt die Thüringer Kulturnadel verliehen. Die mit jeweils 750 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 2014 an Menschen vergeben, die sich durch ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement im Kulturbereich in Thüringen ausgezeichnet haben.

Aktuell mit der Kulturnadel geehrt wurde auch der im Vachaer Ortsteil Wölferbütt lebende Autor Walter Höhn – mit folgender Begründung: Walter Höhn engagiert sich seit 50 Jahren für die Kultur seiner Rhöner Heimat. Er war zu DDR-Zeiten Vorsitzender des Dorfklubs und des Festkomitees der Dorffestspiele in Wölferbütt, die seine Heimat bis ins Ausland bekannt gemacht haben. Von 1974 bis 1989 fanden sie jährlich mit bis zu 7000 Besuchern statt. Künstler und Volkskunstgruppen aus dem In- und Ausland traten auf. Dazu entstand der Fernsehfilm „JWD in Wölferbütt“, der 1992 im MDR gesendet wurde. Walter Höhn war auch Leiter und Gesangssolist im Dorfensemble Wölferbütt, das 1975 gegründet wurde und bis 2005 aktiv war. Es gab Gastspiele im In- und Ausland sowie Fernsehauftritte. 1986 erfolgte die Auszeichnung mit dem Kunstpreis der DDR. Danach spielte Höhn in einer kleinen Gesangs- und Mundartgruppe mit. Im 2004 gegründeten Keltenverein Sünna war Walter Höhn Vorstandsmitglied; er übernimmt bis heute Führungen und hält Vorträge zum Leben der Kelten in der Rhön. Davon zeugen auch seine Keltenbücher. Als Heimatforscher möchte er die Region den Lesern näherbringen. Er stellt die Landschaften, die Dörfer und Städte vor, beleuchtet historische und kulturelle Hintergründe. Anfang 2022 erschien sein neuestes Buch „Die Thüringische Rhön – Eine Kulturlandschaft“. Zurzeit arbeitet er an Geschichten über seine Erlebnisse mit seinem Dackelhund Brix, das im Herbst erscheinen soll. In vielen Orten der Region hält er Buchlesungen und Lichtbildervorträge.

 

Bilder