Polizei warnt Bankbetrug in Südthüringen

Onlinebanking (Symbolbild) Foto: dpa/David Ebener

Die Südthüringer Polizei warnt vor Betrug beim Onlinebanking. Die Hinweise auf solche Fälle in der Region hätten in letzter Zeit zugenommen.

Suhl - Die Südthüringer Polizei hat in den vergangenen Tagen vermehrt Hinweise auf Phishing-Angriffen sowohl auf Privathaushalte als auch auf Firmen erhalten. Nicht in jedem Fall entstand ein finanzieller Schaden, doch hin und wieder fallen ahnungslose Bürger oder Firmeninhaber auf diese Masche herein, teilte die Polizeiinspektion mit.

Was passiert bei solchen Angriffen eigentlich? „In den meisten Fällen erhalten Sie eine Mail, die eigentlich nach einer vollkommen seriösen Nachricht ihres Kreditinstitutes oder Ihrer Hausbank aussieht. Sie klicken nichts ahnend auf den beinhalteten Link und sitzen quasi schon in der Falle“, erklärte Polizeisprecherin Julia Kohl. Die Opfer werden aufgefordert, Bankdaten einzugeben. Wird nun den Anweisungen gefolgt, erhalten die Täter im Hintergrund sensiblen Bankdaten.

Damit ist noch ist kein Schaden eingetreten, dies passiert erst, wenn die Opfer sich tatsächlich in den darauffolgenden Tagen in ihrem Online-Banking anmelden und eine Überweisung tätigen wollen. „Die Täter bekommen die Online- Aktivität mit und rufen in diesen Momenten unter einem Vorwand und meist als vermeintlicher Bankangestellter der Hausbank bei den Opfern zu Hause an und teilen mit, dass es gerade zu Problemen auf der Online-Banking-Seite gekommen ist und man nun telefonisch eine Transaktionsnummer (TAN) durchgeben müsse“, so die Polizeisprecherin.

Fallen die Opfer e darauf herein und übermitteln diese TAN, dann tätigen die Betrüger im Hintergrund eine Echtzeitüberweisung vom Konto. Wenn die Betrogenen die Abbuchung bemerken, ist es bereits zu spät - das Geld ist weg und kann auch nicht zurückgeholt werden. Der beschrieben Fall ist nur einer von etlichen Varianten – eine komplizierte Maschinerie. „Fallen Sie nicht auf diese Art der Betrügerei herein“, bittet die Polizei. Eine Bank wird ihre Kunden niemals in einer E-Mail auffordern, Kontodaten einzugeben, eine TAN zu übermitteln oder sonstige Überprüfungen der Kontoaktionen zu bestätigen. „Löschen Sie derartige Mails und rufen Sie Ihre Hausbank bei Gesprächsbedarf an. Informieren Sie in jedem Fall die Polizei“, erklärte Julia Kohl.

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