In Pfersdorf werden die Stuben von 16 Eigenheimen warm – durch die Biogasanlage des örtlichen Agrarunternehmens. Die Technik produziert zudem Strom – immerhin für 1100 Haushalte. Dabei fällt auch Wärme an, die nicht nur die Büros des landwirtschaftlichen Betriebes aus dem Kreis Hildburghausen beheizt, sondern per Leitung ebenso 70 Grad heißes Wasser in die Wohnhäuser schickt. „Das läuft“, sagt Geschäftsführer Toralf Müller. „Eine echte Energiewende, die ihren Namen verdient, weil aus Mist und Gülle neben Strom eben auch Wärme gemacht wird. Öl- und Gasheizungen wurden in den Privathäusern dadurch ersetzt.“ Jetzt muss er sich allerdings neu Gedanken machen, wie er das in den nächsten Jahren hinkriegt. Grund hierfür ist das neue „Biomassepaket“, das der Bundestag noch kurz vor der Neuwahl beschlossen hat.
Politik kontra Biogas Nicht mal die Hälfte des Jahres heizen?
Birgitt Schunk 06.03.2025 - 17:18 Uhr