Was war das für ein grandioses Polarlichterspektakel am Himmelszelt an diesem Wochenende?! Die Sonne außer Rand und Band, sodass sie Mond und Sternen sogar noch in der Nacht die Schau stahl, weil sie den Nachthimmel am späten Freitag und Samstag mit atemberaubenden Farben flutete. Das geschieht immer dann, wenn ihre entfesselten Sonnenstürme – auch koronale Massenauswürfe genannt – auf das Magnetfeld der Erde treffen. Zum letzten Mal hat es das in dieser Form im Herbst 2003 gegeben, wissen die Astronomen. Bei einem solch seltenen Schauspiel lohnte sich doch das lange Aufbleiben und vielleicht noch mal Nach-draußen-Gehen! Vor allem in der Nacht zum Samstag zur Premiere, aber auch in der Nacht zum Samstag, als sich das Spektakel ein wenig verhaltener wiederholte. Denen, die sich zu später Stunde auf die Lauer legten, gelangen wahrlich einzigartige Fotos unter dem wolkenarmen oder -freien Himmelszelt. Einige suchten extra die Bergeshöhen der Umgebung auf, um die von geomagnetischen Stürmen geschaffenen Polarlichter in voller Pracht bestaunen zu können. So zog es viele auf den Dolmar hinauf, aber auch auf die Rhöner Berggipfel. Denn dort, wo die Sicht durch möglichst wenig Umgebungslicht geblendet wurde, waren sie am besten zu bewundern – die faszinierenden Violett-, Blau-, Rot-, Grün- Orange- und Gelbtöne, die sich ab wechselten und ineinanderflossen wie auf einem stimmungsvollen Aquarellbild.
Polarlichter in der Region Die Sonne als Herrscherin der Nacht
Antje Kanzler 12.05.2024 - 15:33 Uhr