Für ihn sei auch klar, "dass eine Frau, die gerade Gewalt durch einen Mann erfahren hat, nicht einem Mann erzählen möchte, was ihr der Mann vorher der Mann angetan hat".
Im besten Fall können wir weiterhelfen
Maja Schomers, die zu den für den Umgang mit Gewaltopfern geschulten Bundespolizistinnen aus Köln gehört, sagt: "Im besten Fall können wir der Person weiterhelfen." In manchen Fällen gehe es vor allem darum, die Strafverfolgung gegen den Täter einzuleiten. In anderen Fällen stehe für die Opfer die Suche nach einem sicheren Ort im Vordergrund.
Häusliche Gewalt wird der Polizei oft nicht bekannt
Im Jahr 2024 wurden bundesweit 187.128 Frauen Opfer häuslicher Gewalt - ein Anstieg von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen für 2025 liegen bislang nicht vor.
Die Kriminalstatistik zeigt allerdings nur Fälle, die den Ermittlern auch bekanntwerden. Der gemessene Anstieg kann also damit zusammenhängen, dass es mehr Taten gibt, aber auch damit, dass Menschen verstärkt Taten anzeigen. Bei der Vorstellung der Zahlen im November sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), die Politik tue nicht genug - "da muss deutlich mehr kommen".