Piesau Feiern in einer Straße mit vielen Namen

Elke Schönfelder

Ernst-Thälmann-Straße, AWG oder Spielstraße – wie auch immer man sie nennen mag, am 17. September laden Anwohner wieder einmal zu sich zum Straßenfest ein.

Wo einst Kastanien standen, laden nun Bänke in der von den Einheimischen benannten und bei ihnen bekannten Straße „AWG“ zum Verweilen ein. Foto: Elke Schönfelder/Elke Schönfelder

Schon lange gehört das Straßenfest in der Ernst-Thälmann-Straße zu den sommerlichen Höhepunkten im Dorf. Die anfangs von und für die Anwohner gestaltete Zusammenkunft ist von Jahr zu Jahr gewachsen. Auch mit Blick auf die Anzahl der Gäste. Schon längst ist es kein reines Anlieger-Fest mehr.

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Gern kommen auch Besucher aus den Nachbarorten, sicher auch wegen der angenehmen Atmosphäre und dem leckerem Essen. So beginnt auch dieser Straßenfest-Samstag mit dem legendärem Wildgulasch, den Anwohner Friedel Ringling anbietet. Der Jäger bekommt dabei Unterstützung von der Familie und einem Profi-Koch und ab 12 Uhr jeder Gast eine leckere, warme Mahlzeit. Erfahrungswerte belegen: Pünktlich sein, lohnt sich. Auch mit selbst gemachten Kuchen und Kaffee warten die Akteure des Straßenfestes auf. Bratwürste, Rostbrätel und Fleischklößchen gibt’s obendrein sowie den alljährlich angebotenen frisch geräucherten Fisch. Dass auch kalte Getränke angeboten werden, versteht sich von selbst.

Die Ernst-Thälmann-Straße war früher wegen der AWG-Siedlung einfach die „AWG“ und das ist sie bis heute im Sprachgebrauch der Einheimischen auch geblieben. Dass sie gelegentlich auch als „ Spielstraße“ bezeichnet wurde, lag nicht allein nur an einem Verkehrsschild. In den geburtenstarken Jahrgängen der 60er gab es fast in jedem Haus Kinder. Eben dieses Bild findet sich nun wieder in der AWG. Die Straße ist belebter denn je. Aber nicht nur die Jungen finden Gefallen daran. Gerade Senioren treffen sich hier gern zum Gedankenaustausch.

Erst kürzlich gab es, wie berichtet, in der Öffentlichkeit große Aufregung um die gefällten Kastanien am Straßenrand. Wo einst die Bäume standen, laden nun Bänke zum Verweilen ein. Zwei Unikate. Eine, ein Geschenk von einem der Frühstücksdörfer und die andere ist die Glasmacherbank zum Jubiläumsjahr „400 Jahre Glas aus Piesau“.