Per Schnelltests Massenfahndung nach Covid-19 in Floh-Seligenthal ab Ende Februar

Ein COVID-19-Antigen-Schnelltest liegt auf einem Blatt Papier. Foto: Frank Molter/dpa/Symbolbild/dpa

Über Schnelltests will die Großgemeinde Floh-Seligenthal ein genaueres Bild über die tatsächlichen Infektionszahlen mit dem Coronavirus bekommen.

Floh-Seligenthal - Die Großgemeinde gehört zwar nicht zu den Brandherden der Pandemie, doch Covid 19 flammt immer wieder auf. „Wir haben aktuell neun Fälle“, sagte der Floh-Seligenthaler Bürgermeister Ralf Holland-Nell (CDU) am 10. Februar im Gemeinderat. „Wir hatten vor einigen Wochen schon 30 Fälle, aber auch mal nur sieben.“ Holland-Nell ließ anklingen, ihm sei sehr daran gelegen, die Infektionen endlich deutlich zu senken.

Demnächst könnten die offiziellen Zahlen aber deutlich in die Höhe schießen. Dafür dürften die Corona-Schnelltests sorgen, die bald jedermann zur Verfügung stehen. Holland-Nell hatte Stunden vor der Ratsversammlung die Nachricht aus dem Landratsamt Schmalkalden-Meiningen bekommen, dass der Kreis in seinen Städten und Gemeinden die Untersuchungsreihe organisiert und finanziert. Der Kreis rechnet dem Vernehmen nach mit Ausgaben in Höhe von 150 000 Euro.

Gleichwohl besteht kein Testzwang, die Teilnahme ist freiwillig. Gebühren sind damit auch nicht verbunden. Die Großgemeinde ist dabei Partnerin des Landkreises und stellt die Sporthallen in Struth-Helmershof und Seligenthal, sowie das Dorfgemeinschaftshaus  „Adler“ in Kleinschmalkalden als Zentren zur Verfügung. Die Massenfahndung nach Covid-19 beginnt am 26. Februar in Struth-Helmershof. Die Uhrzeit ist noch offen. Der Bürgermeister kündigte weitere Informationen in den nächsten Tagen an.

Positiv sei, dass sich nach den Untersuchungen ein klareres Bild zur tatsächlichen Lage ergibt, so der Bürgermeister. Dass es eine Dunkelziffer an Infektionen gibt, gilt als sicher, in welchem Ausmaß, ist unbekannt. Letztlich lasse sich die Pandemie mit Hilfe der Ergebnisse gezielter bekämpfen.

 

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