Partnerstädte online Ost und West im Dialog

In einem Online-Dialog sollen sich Menschen aus den Partnerstädten Neu-Ulm in Bayern und Meiningen in Thüringen näher kommen.

Ein verwitterter Grenzpfosten der DDR auf dem Gelände des Grenzdenkmals in Hötensleben (Sachsen-Anhalt) an der früheren innerdeutschen Grenze. Foto: picture alliance/dpa

Meiningen liegt im Osten, Neu-Ulm im Westen. Die deutsche Teilung ist seit mehr als drei Jahrzehnten Geschichte. Doch welche Erfahrungen, Prägungen und Bilder voneinander wirken bis heute nach? Zwei Online-Dialoge zwischen den Partnerstädten wollen dieser Frage nachgehen. Im Mittelpunkt steht, was Menschen aus Ost und West verbindet und was sie trennt. Denn die deutsche Einheit war zwar ein gemeinsames politisches Ereignis, aber nicht für alle die gleiche persönliche Erfahrung. Wer die Gegenwart gemeinsam gestalten will, muss deshalb auch die unterschiedlichen Erinnerungen an die Wendezeit ernst nehmen.

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Zum Auftakt liest Kathrin Rohnstock aus ihrem Buch „Der große Schock“. Darin schildern Menschen aus Thüringen ihre Erfahrungen mit der Treuhandzeit und der Abwicklung einst erfolgreicher Großbetriebe. Die Berichte erzählen von Verlust, Ohnmacht und Enttäuschung, aber auch von Solidarität, Zusammenhalt und dem Bemühen, die eigene Würde zu bewahren.

Im Anschluss an die Lesung sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Austausch eingeladen. Im Format „Sprechen & Zuhören“ erhält jeder die Möglichkeit, eigene Gedanken und Erfahrungen einzubringen. Die anderen hören aufmerksam zu, ohne zu unterbrechen oder zu bewerten. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

In den vergangenen Monaten haben in Meiningen und Neu-Ulm bereits mehrere Gesprächsforen vor Ort stattgefunden. Die beiden Online-Termine führen den Dialog nun über die Stadtgrenzen hinweg fort. Willkommen sind sowohl Menschen, die bereits an den bisherigen Veranstaltungen teilgenommen haben, als auch Neugierige ohne Vorkenntnisse.

Der erste Dialog findet am Montag, 5. Oktober, von 18.30 bis 21 Uhr statt. Der zweite Termin folgt am Montag, 16. November 2026, ebenfalls von 18.30 bis 21 Uhr. Er beschäftigt sich mit den Bildern und Zuschreibungen, die Menschen in Ost und West voneinander haben. Wo enden eigene Erfahrungen und wo beginnen Vorurteile? Welche Vorstellungen prägen das Miteinander bis heute?

Die Teilnahme ist kostenfrei. Wünschenswert ist die Teilnahme an beiden Abenden, möglich ist aber auch der Besuch einzelner Termine.

Veranstalter sind Mehr Demokratie e. V., die Stadt Meiningen und die Volkshochschule Schmalkalden-Meiningen gemeinsam mit ihren Partnern in Neu-Ulm.

Termine und Zugang

Montag, 5. Oktober, 18.30 bis 21 Uhr

„Was uns verbindet und was uns trennt – Geschichten zwischen Ost und West“

Montag, 16. November, 18.30 bis 21 Uhr

„Von damals bis morgen – wie die Einheit unser Leben geprägt hat und was das für die Gestaltung der Zukunft bedeutet“

Zoom-Zugang: https://us06web.zoom.us/j/87506441972?pwd=Dery40prvjaa4bdReSj31YaGZ91eaD.1