Paragliding Nach der Schule aufs Weltcup-Podest

Susann Eberlein

Linus Schubert aus der hessischen Rhön sichert sich beim Paragliding auf der Wasserkuppe den dritten Platz.

Über weites Land: Paragliding Foto: IMAGO/NurPhoto

Beim Paragliding-Weltcup in der Disziplin Punktladen auf der Wasserkuppe hat sich Linus Schubert den dritten Platz gesichert. Der 17-jährige Schüler aus Poppenhausen (Hessen), der für das Team Papillon fliegt, bewies im Finale starke Nerven. Nach sieben von acht Runden noch auf Rang fünf gelegen, landete er zum Abschluss punktgenau im Zentrum der digitalen Zielscheibe – und schob sich damit aufs Podest. „Das war ein geiles Erlebnis – wie man an den Emotionen am Landeplatz gesehen hat. Ich bin super zufrieden mit meinen Leistungen“, sagte Schubert. Der Sieg ging an Yang Chen aus China, vor Matjaz Sluga aus Slowenien.

Nach der Werbung weiterlesen

Mit über 60 Piloten aus 23 Ländern war die Weltspitze des Paraglidings zu Gast in der Rhön, „ein Privileg für uns als Ausrichter und die Region“, betonte Schubert. Auch familiär war der Wettkampf ein Erfolg: Bruder Lennard belegte Rang sieben, Vater Andreas wurde Neunter. In der Teamwertung sicherte sich Deutschland den ersten Platz. „Nach der Schule noch auf den Hausberg zu gehen, mit den besten Piloten der Welt zu fliegen und die grüne Landschaft im Wettbewerb zu genießen – das ist schon etwas Besonderes. Es hat einfach alles gepasst“, so der junge Pilot. Der nächste Höhepunkt steht für ihn bereits bevor: Die WM in der Türkei, bei der er mit Team Deutschland antreten wird.

Beim Punktlanden ist absolute Präzision gefragt. Die Piloten versuchen, mit ihrer Fußspitze möglichst punktgenau im Zentrum einer digitalen Zielscheibe zu landen, wobei das Zentrum gerade einmal so groß ist wie eine 5-Cent-Münze. Gewertet werden acht bis zehn Runden. Wer am Ende die geringste Gesamtabweichung aufweist, gewinnt.