Mit Sitz-Schlitten und zwei Kurz-Schlägern auf Puckjagd gehen – das ist Para-Eishockey für behinderte Freunde dieses rasanten Sports. Die deutsche Para-Eishockey-Nationalmannschaft war am vergangenen Wochenende zum wiederholten Male zu Gast in der Eishalle Ilmenau, um dort ein Trainingslager abzuhalten. Die Cracks aus Hannover, Dresden, Bremen oder auch Bad Tölz kommen gern in die Goethestadt – wegen ihrer zentralen Lage in Deutschland, wegen „humaner“ Eis-Zeiten (in diesem Falle ab 10 Uhr bzw. ab 20 Uhr) und dem nahe gelegenen Mannschaftshotel. Das Trainingslager war der Auftakt zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Kanada Ende Mai/Anfang Juni, bei der die Schützlinge von Bundestrainer und Ex-Profi Andreas Pokorny (Kölner Haie) den im Vorjahr erkämpften Platz in der A-Gruppe verteidigen wollen. Para-Eishockey wird immer beliebter und in den klassischen Ländern dieses Sports sogar unter Profibedingungen betrieben. In Deutschland ist es aber noch eine reine Amateur-Angelegenheit. In der Deutschen Para-Eishockey Liga (DPEL) spielen Mannschaften aus Dresden, Wiehl (Nordrhein-Westfalen, Oberbergischer Kreis), Bremen, Hannover, Freiburg und Berlin.