Neuinfektionen Wieder ist ein Seniorenheim betroffen

Fürs „Azurit“ ist zum zweiten Mal in diesem Jahr ein Ausbruchsgeschehen zu verzeichnen. Foto: /Carl-Heinz Zitzmann

Es bleibt beim bekannten Inzidenz-Jojo im Landkreis. Vorm Feiertag sank der Wert unter die 200er-Marke, am Freitag lag er nun wieder deutlich darüber.

Sonneberg - 24 Neuinfektionen binnen 24 Stunden meldete das Sonneberger Landratsamt am Freitag. Infolge von in der Summe 127 bestätigten Corona-Ansteckungen binnen sieben Tagen und umgerechnet auf 100 000 Einwohner weist das Robert-Koch-Institut für die Region damit einen Inzidenzwert von 220 aus, was im Deutschland-Vergleich aller rund 400 Gebietskörperschaften den siebten Platz der höchstbetroffenen Gebiete markiert.

Neu Aufnahme in die Liste der von einem Ausbruchsgeschehen betroffenen Einrichtungen fand am Freitag das Azurit-Seniorenheim in Sonneberg. In der Sozialeinrichtung in der Bahnhofstraße sind demnach drei Infektionen festgestellt worden, ob es sich um Bewohner oder Mitarbeiter handelt, lässt das Landratsamt offen. Für die Corona-Positiven und ihre unmittelbaren Kontaktpersonen gilt Quarantäne, eine Testung ist in Vorbereitung. Das 107 Plätze zählende Seniorendomizil war zuletzt im Zuge der zweiten Welle im Januar von einem Virus-Eintrag erfasst worden. Ein positiver Befund im Nachgang eines Rachenabstrichs hat sich zudem an der Schalkauer Goethe-Gemeinschaftsschule erwiesen. Auch hier ist die Testung der Kontaktpersonen eingeleitet worden. An der Lichtetal-Regelschule und im Neuhäuser Kindergarten „Tausendfüßler“ ist es bei den bekannten ein bzw. zwei Einzelfällen geblieben.

Besorgte Eltern hatten sich am Donnerstag an Freies Wort gewandt mit dem Satz, „hinter vorgehaltener Hand“ kursiere das Gerücht, wonach auch an der SBBS in Steinbach eine Ansteckung spruchreif sei, allerdings weder im Kollegium noch in der Schülerschaft, sondern beim Personal auf dem Campus. Da die Familie mögliche Risikopatienten in der unmittelbaren Verwandtschaft hat, ist die Verunsicherung groß, hieß es. Das Landratsamt äußerte am Freitag auf eine entsprechende Nachfrage dieser Zeitung, es liege kein Ausbruchgeschehen an der SBBS Sonneberg sowohl in der Lehrer- als auch Schülerschaft vor. „Besorgte Eltern können sich jederzeit bei Fragen an das Gesundheitsamt wenden“, so Kreissprecherin Julia Thomae.

Die Anzahl von Patienten, die wegen eines schweren Verlaufs von Covid19 angewiesen sind auf medizinische Betreuung im Sonneberger Krankenhaus, gab das Landratsamt am Freitag mit zehn an.

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