Die Ortsteilratssitzung am Mittwochabend im Generationentreff verlor sich in der Bürgerfragestunde. 50 Minuten dauerte der nicht enden wollenden Disput eines Anwohners des Wohngebietes „Weide“. Ihm ging es um eine vor mehr als 100 Jahren gebaute Brücke. Sie soll abgerissen werden. Die Begründung dafür lieferte kurz und knapp Bauamtsleiter Mike Hellmundt. Zusammengefasst verwies er auf das amtliche Gutachten eines Brückenbauingenieurs, das der maroden Brücke die Nichtreparaturfähigkeit attestiert. Zudem ergab eine Zählung, dass zwischen 7 und 8 Uhr die Brücke in beide Richtungen von vier Fußgängern und einem Radfahrer genutzt wurde. Eine 700 Meter weiter flussabwärts vorhandene Brücke wird als zumutbarer Weg für die Flussüberquerung erachtet. Hochwasserschutzmaßnahmen wie auch die Kosten von einer halben Million Euro, welche allein die Gemeinde für einen Brückenneubau zahlen müsste, fließen in die Entscheidung ein. Als seinerzeit Geld für die Brückenplanung ausgegeben wurde, bestand die Aussicht auf Fördergeld vom Bund. Diese aussichtsreiche Hoffnung starb mit der unwiderruflichen Ablehnung des Förderantrages.