Eine „Königin“ hielt Hof, am Reformationstag in der Stadtkirche St. Peter und dies unüberhörbar. Gerne als Monarchin eingeordnet, gibt es wohl kaum ein Instrument, das es mit der Orgel aufnehmen könnte. Warum auch, hinter dem Prospekt steckt irgendwie ein ganzes Orchester, das freilich in den vergangenen Jahrzehnten gelitten hatte und auch einmal in Kur musste. Die Kreutzbach-Orgel hat einhundert Jahre Instrumentengeschichte hinter sich, musste mehrere Umbauten über sich „ergehen“ lassen, wurde im brandenburgischen Sieversdorf restauriert und durfte nun wieder erklingen. Feierlich auf einem Tablett übergab Orgelbauer Conrad Blechschmidt die Orgelschlüssel an Kantor Martin Hütterott. Das war schon die Formalie, denn die ersten Besucher in der Stadtkirche erlebten noch die letzten Nachstimmtests für das alte neue Instrument. „Das ist ein kleiner Schlüssel, der Großes bewirken kann“, bekannte Pfarrer Rainer Kunz und erinnerte daran, dass auch die Mitglieder der Gemeinde sehen konnten, was die Orgelbauer zu leisten verstehen. Zwei Jahre sei die Sonneberger Orgel dort „zur Kur“ gewesen und sei nun zurück.