Orgel-rockt-Tour in Bedheim Rock, Pop und eine musikalische Suche zum Orgeljubiläum

Erstes Konzert mit Publikum seit Oktober 2020 Foto:  

Es rockte am Freitagabend in der Bedheimer Kirche. Patrick Gläser war zu Gast und präsentierte eine musikalische Heldensuche.

Bedheim - Freudige Aufregung war in den Gesichtern der Menschen zu erkennen, die sich am Freitagabend auf den Weg in die Bedheimer Kilian-Kirche machten. So lange ertönten die beiden Orgeln nicht mehr. Doch nun – Stück für Stück – scheint sich die Pandemie zurückzuziehen und das Leben zurückzukommen.

Schon zu Pfingsten erfüllten die Orgeln in Bedheim das Gotteshaus mit musikalischem Leben. Und wenn alles nach Plan läuft, werden viele weitere musikalische Andachten, Gottesdienste und auch Konzerte folgen.

Mit Psalmen und Gebeten umrahmte Pastorin Christine Buchholz das Orgelspiel von Patrick Gläser, der schon einmal vor sieben Jahren mit rockigen Stücken in Bedheim gastierte und dort am Freitagabend seinen ersten Auftritt vor Live-Publikum seit Oktober 2020 hatte. „Es ist so schön, das wieder erleben zu dürfen. Zwischendurch haben wir zwar Konzerte gestreamt, aber es ist ein ganz anderes Gefühl, wenn Menschen direkt zuhören. Auch wenn eine Orgel ein Instrument ist, bei dem man seinem Publikum nicht wie auf anderen Bühnen direkt in die Augen blicken kann, so spürt man doch, dass es da ist und einen trägt“, sagte Patrick Gläser, der sich mit seinem rockigen Orgelkonzert auf die musikalische Suche nach de Superhelden unserer Zeit machte.

So führte seine virtuelle Suche von Indiana Jones zu den Transformers, wurde unterstützt von U2 und Pink Floyd, Abba und Cohen, den Toten Hosen und Linkin’ Park, untermauert von eigenen Stücken, die Noahs Arche und den Umweltschutz beleuchteten.

Hoffnungsvoll mit Queens „The Show must go on“ und Max Giesingers und Lottes „Auf das, was da noch kommt“, entließ der Künstler das Publikum in den lauen Abend.

Auf der sechsten Orgel-rockt-Tour ist Patrick Gläser mittlerweile unterwegs, hat seit 2009 auf vielen Orgeln Rock und Pop gespielt, unzählige Male die Königin der Instrumente mit für Kirchen ungewöhnlichen Melodien herausgefordert. „Die Schwalbennestorgel in Bedheim hat für Musiker einen ganz besonderen Reiz. Deshalb habe ich mich damals sehr gefreut, als Ina Ehrhardt mich kontaktiert und nach Bedheim eingeladen hat. Seit dem ersten Konzert war klar, dass wir eine Wiederholung planen. Das hat jetzt endlich gepasst“, sagte Patrick Gläser.

Gepasst hat es nun sogar in einem ganz besonderen Jahr – die Schwalbennestorgel wird 300 Jahre alt. Diesen Anlass haben Ina Ehrhardt und ihr Mann Christian Lange – die Beiden organisieren mit dem Gemeindekirchenrat die Konzerte in Bedheim – ein CD-Projekt gestartet, Künstler engagiert, die mit der Bedheimer Orgel und weiteren Instrumenten Stücke aus verschiedenen Zeiten gespielt und aufgenommen haben. „Die neue CD wird am kommenden Wochenende in der Kirche präsentiert. Die Künstler sind vor Ort und spielen die Stücke live“, sagte die Pastorin.

Auch hier sind wieder zwei musikalische Gottesdienste geplant, um möglichst viele Menschen live teilhaben lassen zu können. Die Veranstaltungen finden am 12. Juni 2021 um 16 Uhr und 17.30 Uhr statt und tragen den gleichen Namen wie die CD „Eine feste Burg ist unser Gott“.

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