Darin wird unter anderem eine Rede dokumentiert, die der damalige Generalprior des Augustiner-Ordens am 2. März 2002 in der peruanischen Amazonas-Stadt Iquitos hielt. Damals sagte Prevost: „Die Realität der ungerechten Armut und der Marginalisierung ist eines der drängendsten Probleme der heutigen Welt, und das nicht nur in der ‚Dritten Welt’.“
Leo XIV. und die Option für die Armen
Weiter sagte er: „Niemand kann heute Christ sein und sich vom ‚Schrei der Armen’ und dem Kampf für Gerechtigkeit entziehen. Die Verelendung von Millionen von Menschen ist ein wahres ‚Sakrament’ der Sünde in der Welt“.
An anderer Stelle seiner Rede heißt es: „Die Entwicklung ist ein integraler Bestandteil der Evangelisierung, die Tätigkeit der Seelsorge überschreite die Grenzen dessen, was bloß ‚religiös’ ist, in Übereinstimmung mit der Soziallehre der Kirche und der Dringlichkeit der besonderen Option für die Armen. Diese muss nicht nur bei den Indigenen zum Zug kommen, die oft die Ärmsten der Armen sind . . . , sondern auch angesichts jeder Form von Ausgrenzung, die gegen die Menschenwürde geht.“