Schnell hatten die Sänger, Tänzer und Musiker die Herzen der Besucher im Volkshaus für sich gewonnen. Aus Prag waren sie von der Moldau an die Werra in die Theaterstadt Meiningen gekommen, doch sie huldigten in ihren Liedern eher der Donau und der Wolga und weiteren Regionen dieser Welt. Gleich mit dem ersten Titel „An der schönen blauen Donau“ stellten die Künstler dafür die Weichen. All das, was einst – vor über einhundert Jahren – die Komponisten Johann Strauß, Vater und Sohn, in ihren Operetten in Noten gesetzt hatten. Doch nicht nur von den beiden, die als Begründer der Wiener Operette gelten, brachten sie Melodien zu Gehör. Auch bekannte Arien aus der Feder von Jaques Offenbach, Franz von Suppé, Carl Zeller und Karl Millöcker erklangen in diesen reichlich drei Stunden, in denen sie die Zuhörer in Meiningen begeisterten, ja oftmals zu Bravorufen verleiteten.