Der immense Schlag gegen die internationale Doping-Mafia ist kein Erfolg auf Dauer. "Die Dopingindustrie in ihrer Gänze ist natürlich noch viel größer", erklärte der Doping-Experte Fritz Sörgel beim Internetportal "Sportzbuzzer". Wenn man 234 Leute festnehme und 17 Gruppen des organisierten Verbrechens bezichtige, dann sei das bemerkenswert. "Nur wird das - wie in der Drogenszene auch - nach einer gewissen Zeit weggesteckt. Und dann geht das Spiel halt von neuem los", meinte Sörgel.
Aktuell laufen auch Doping-Ermittlungen im Spitzensport. Ende Februar hatte das österreichische Bundeskriminalamt im Zuge der "Operation Aderlass" bei der nordischen Ski-WM in Seefeld mehrere Personen festgenommen. In Deutschland steht ein Erfurter Sportarzt als mutmaßlicher Drahtzieher eines vermuteten Netzwerks im Mittelpunkt der Ermittlungen. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen mindestens 21 Sportler aus acht Ländern und fünf Winter- und Sommersportarten verbotenes Eigenblut-Doping betrieben haben.