Meiningen - Dass es sich in Meiningen – einer Stadt der kurzen Wege, umgeben von viel Wasser und Grün, mit sportlich-kulturellen Freizeitangeboten – gut leben lässt, das ist längst kein Geheimtipp mehr. Vor allem Senioren zieht es in die Theaterstadt. Nun kann die Kommunalpolitik bei ihren Entscheidungen zur Stadtentwicklung freilich nicht nur die älteste Generation im Blick haben. Einen guten Ansatz, um jungen Leuten zu Wohnraum zu verhelfen, bot der Wohnraumgipfel im vorigen Jahr im Volkshaus. Gesucht und tatsächlich gefunden wurden zahlreiche Wohnungen für junge Erwachsene in Ausbildung. Aber auch andere junge Leute, die Familien gegründet haben, zeigen gesteigertes Interesse, Kreisstadtbewohner zu werden oder zu bleiben. Zum ersten Mal trat das Thema in dieser Deutlichkeit zur Mai-Stadtratssitzung zutage. Eine Gruppe junger Leute meldete sich, um ihr Interesse an Wohnbaugrundstücken oder Immobilien in Meiningen zu erklären und gleichzeitig darauf zu verweisen, dass diese Mangelware sind und man deshalb darauf hofft, dass die Stadtpolitik neue Weichen stellt. Ihr Auftritt ging eher unglücklich aus ( wir berichteten ). Im Nachhinein bot Bürgermeister Fabian Giesder den Hausbau-Interessenten ein Gespräch an, um gemeinsam mit Fachleuten die vorhandenen Optionen auszuloten. Ein Gesprächstermin, auf den viele große Hoffnungen setzen, ist gefunden. Ende Mai können sich – coronabedingt nur zehn – Bauwillige mit dem Bürgermeister treffen. Vielleicht macht es Sinn, noch mal einen anderen Ort zu wählen. Denn die Liste der Interessenten wird immer länger, kann Maximilian Schramm nachweisen, der schon im Stadtrat für die Interessengruppe gesprochen hatte.