Erlau freut sich auf den Olympia-Kick mit namhaften Wintersportlern an diesem Samstag, Anstoß 15 Uhr. Das müssen Sie rund um das große Benefizspiel wissen.
Vier Männer für ein Fußball-Benefizspiel: Jens Filbrich, Lucas Fratzscher, Max Langenhan und Erik Lesser (von links). Foto: Michael Bauroth
Was liegt an? Namhafte Wintersportler aus Thüringen engagieren sich wiederholt für einen guten Zweck und spielen Fußball für das Hilfswerk unserer Zeitung. Gegner ist der Landesklassen-Absteiger Erlauer SV Grün-Weiß. Das Spiel steigt an diesem Samstag, Sportkomplex Willi Büttner, in Erlau. Anpfiff ist um 15 Uhr. Der Eintritt kostet sieben Euro. Kinder bis zwölf Jahre sind frei. Die Einnahmen gehen komplett an das Hilfswerk, der Benefizgedanke steht im Vordergrund.
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Heimspiel: Christopher Grotheer lebt in Erlau. Hier unterschreibt er vor vier Jahren die Trikots für die spätere Versteigerung. Foto: Gerhard König (Archiv)
Wer spielt mit?
Wiederholt haben viele namhafte Wintersportler zugesagt. So sind gleich vier Olympiasieger dabei: Rennrodler Max Langenhan (2026), Skeletoni Christopher Grotheer (2022), Biathlet Erik Lesser (2014) und Skispringer Stephan Hocke (2002). Die Biathlon-Garde aus Oberhof ist stark vertreten, neben Lesser mit den aktuellen Olympiastartern Philipp Horn, Lucas Fratzscher, David Zobel, dazu Danilo Riethmüller, Simon Kaiser und Co-Bundestrainer Jens Filbrich. Zugesagt hat ebenso Eisschnellläufer Patrick Beckert, der in Mailand seine fünften Winterspiele erlebte, sowie der mehrfache Bob-Weltmeister Maximilian Arndt. „Das ist wieder ein super Aufgebot. Herzlichen Dank schon jetzt an alle Wintersportler, die nach Erlau kommen“, sagt Pierre Döring, Vorstandsmitglied von Freies-Wort-hilft und Verlagsleiter der Zeitung.
Die vielen prominenten Zusagen offerieren zwei Dinge: Viele Wintersportler spielen ganz gern Fußball. Vor allem aber: Es zeigt ihre Verbundenheit zur Heimat, zu Südthüringen. Alle Sportler und Trainer verzichten auf eine Gage oder Benzingeld. Spiele auf Rasenplätzen und Großfeld sind die Asse allerdings nicht gewohnt. Oberste Priorität: keine Zweikämpfe, keine Verletzungen, stattdessen hoffentlich viele Tore.
Zu ersteigern: Ein Paar Langlaufski von Philipp Horn, signiert von allen Sportlern. Foto: Imago/Fotostand
Was ist neben dem Spiel noch geplant?
Nach dem Abpfiff wartet eine Autogrammstunde und die Versteigerung der vor dem Anpfiff signierten Trikots auf die Zuschauer. Weitere Einnahmen für das Hilfswerk soll die Versteigerung von ein Paar Langlaufski und einem Sprungski mit Autogrammen sowie einer Olympiajacke von Christopher Grotheer bringen. Für kühle Getränke und das leibliche Wohl wird bestens von den fleißigen Organisatoren des Erlauer SV gesorgt. Für die Kinder gibt es eine Hüpfburg und Kinderschminken.
Wie bereiten sich die Organisatoren auf die Hitze vor?
Eine Verlegung der Partie in die Abendstunden oder auf einen späteren Termin war nicht machbar. Der Erlauer SV plant den Aufbau von Pavillons und Sonnenschirmen als Schattenspender. Zudem können Regenschirme gekauft werden. Für die kleinen Kinder werden Planschbecken aufgestellt. In der Halbzeit soll die Sprinkleranlage auf dem Platz angeschaltet werden zur Abkühlung für die Zuschauer. Es gibt nicht nur kalte Getränke, sondern auch Eis und Melone.
Warum ist Erlau Gastgeber?
Der SV Grün-Weiß hat sich wie sechs andere Vereine für das Spiel beworben. In Abstimmung mit den Sportlern fiel die Wahl auf Erlau. Für die Organisation und Ausrichtung des Benefizspiels benötig das Hilfswerk einen starken, zuverlässigen Partner, denn ein Stadion oder einen Sportplatz und viele fleißige Helfer hat das Hilfswerk nicht. Der ausrichtende Verein wiederum, der die Einnahmen komplett durchreicht, hat ein ganz besonderes Event, bekommt beste Werbung und verbucht einen großen Imagegewinn.
Für Christopher Grotheer und Lucas Fratzscher. Der Skeleton-Pilot, der seine Karriere mit zwei Olympia-Bronzemedaillen in Cortina beendet hat, lebt mit seiner Familie in Erlau. Biathlet Lucas Fratzscher stammt aus Schleusingen. Erlau ist ein Ortsteil von Schleusingen.
Wie oft wurde der Olympiakick schon durchgeführt?
Das Benefizspiel fand erstmals im Sommer 2002 nach den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City statt. Die Idee zu der Partie hatten die Sportredakteure unserer Zeitung. Erster Gastgeber war vor 20 Jahren der FC Barchfeld. 3500 Zuschauer waren damals Augenzeugen! Die weiteren Stationen: Floh/Seligenthal 2006, Römhild 2010, Effelder 2014, Herpf 2018 und Zella-Mehlis 2026. Nun folgt Nummer 7.
Bereits mehrfach beim Olympia-Kick dabei: Erik Lesser. Foto: Gerhard König (Archiv)
Das im Jahr 2001 gegründete Hilfswerk unserer Zeitung unterstützt unverschuldet in Not geratene Menschen. Über drei Millionen Euro an Spenden hat der Verein seither generiert. Der Olympia-Kick in Zella-Mehlis brachte rund 16.000 Euro in die Kassen des Hilfswerkes. Ein großes Dankeschön geht an alle Sponsoren, die den Olympia-Kick in Erlau tatkräftig unterstützen.
Wo befindet sich der Sportkomplex „Willi Büttner“ in Erlau? Und wo kann man parken?
Der schöne, kleine Sportplatz liegt direkt an der Hauptstraße in Erlau. Die Fans sind direkt an den Assen dran, zwischen Geländer und Spielfläche ist nur ein Meter Abstand. Die Landesstraße L 3247 verbindet Suhl und Schleusingen. Parkplätze sind auf einem nahe der Arena liegenden Gelände verfügbar. Die Feuerwehr wird die Zuschauer leiten.
Diese Asse sind in Erlau dabei
Rennrodeln: Max Langenhan, Paul Gubitz, Valentin Steudte
Bob: Maximilian Arndt
Skeleton: Christopher Grotheer, Ludwig Mannhardt
Biathlon: Erik Lesser, Philipp Horn, Lucas Fratzscher, David Zobel, Danilo Riethmüller, Simon Kaiser, Karl Julian Schütze