Wenngleich nun in puncto Hauptsatzung und Verfügungsgewalt des Stadtchefs alles beim Alten bleibt, so scheint der Antrag der Stadträte auf Satzungsänderung etwas bewirkt zu haben. Scheler bekundet in seiner Stellungnahme Verständnis für den Stadtrat und dessen Wunsch nach mehr Transparenz im Umgang mit den städtischen Finanzen. Dahingehend, „dass aufgrund knapper werdender Haushaltsmittel deren Verwendung – auch für kleinere Summen – im Rahmen eines Gremiums gemeinsam abgewogen und priorisiert werden soll“. Heißt im Ergebnis, so der Stadtchef: „Deshalb werden wir auch ohne formale Änderung der Hauptsatzung künftig zahlreiche Beschlussfassungen im Haupt- und Finanzausschuss gemäß dem vorliegenden Antrag durchführen. Wenn ich die Transparenz für städtische Entscheidungen für den Stadtrat und die Öffentlichkeit dadurch noch weiter verbessern kann, dann bin ich der Erste, der dafür einsteht.“ Dennoch hält er abschließend fest: „Egal, wer über die Verwendung der verfügbaren finanziellen Mittel bestimmt, egal, wer Vergabebeschlüsse fasst, egal, ob Stadtrat, Ausschuss oder Bürgermeister – es ist einfach nicht genügend Geld da. Die Städte und Gemeinden sind im Allgemeinen nicht ausfinanziert. Es wird auch nicht mehr Geld verfügbar sein, wenn über die Verwendung auch kleinerer Summen künftig ein Gremium entscheidet.“