Offener Brief Kfz-Innung warnt vor großen Schäden für die Wirtschaft

red
Innungsobermeister Erhard Hüther. Foto:  

Die Innung des Kfz-Gewerbes Südthüringen mahnt in einem offenen Brief die verantwortlichen Politiker zur Vernunft. Sonst drohe großer Schaden für die Wirtschaft und eine schwere Rezession in Europa.

„Wir brauchen dringend wieder Vernunft in der Beurteilung der gegenwärtigen Lage und Politiker, die willens sind, diesen Konflikt mit friedlichen Mitteln zu lösen.“ Das fordert die Kfz-Innung Südthüringen in einem offenen Brief angesichts des Krieges in der Ukraine. Sie warnt vor schweren wirtschaftlichen Schäden und einer schweren Rezession.

Unterzeichnet ist das Schreiben von Obermeister Erhard Hüther, der Inhaber eines Autohauses in Meiningen ist. Die Welt sei in eine Kriegshysterie hineingeraten, in der Diplomatie keine Rolle mehr zu spielen scheine. Mit Forderungen nach immer mehr Waffenlieferungen in die Ukraine drehe sich die Gewaltspirale immer schneller. „Längst ist es ein Krieg zwischen der Nato und Russland geworden, auch wenn man uns das anders glauben machen will“, heißt es in dem Brief, der an die Südthüringer Handwerksbetriebe gerichtet ist.

Der Absender appelliert darin an die verantwortlichen Politiker: „Wir wollen nicht, dass zukünftige Generationen für das Unvermögen mancher Politiker mit Milliarden Schulden belastet werden. Wir wollen nicht, dass Deutschland zur Kriegspartei wird und deutsche Leopard-2-Panzer wieder an der russischen Grenze stehen. Wir wollen nicht, dass dringend benötigte Mittel für die Bildung unserer Kinder in die Rüstung fließen. Wir wollen nicht diese schlimme Kriegsrhetorik, diese ständigen Rufe nach immer mehr und immer mehr schweren Waffen. Wir wollen nicht in einem atomaren Inferno enden.“

Hüthers Worten zufolge sollte sich Deutschland aktiv als Vermittler in diesen Krieg einbringen. Der Brief endet mit den Sätzen: „Wir wollen, dass unsere Kinder in Frieden aufwachsen. Wir wollen keinen Krieg – hört auf damit!“

 

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