Öffentlicher Nahverkehr Ramelow: Dienstwagenprivileg für Deutschlandticket deckeln

Bodo Ramelow will nicht akzeptieren, dass für das Deutschlandticket das Geld fehlt Foto: Martin Schutt/dpa

Im kommenden Jahr soll das Deutschlandticket teurer werden. Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow hat einen Vorschlag, um das zu verhindern.

 
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Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält eine Preissteigerung beim Deutschlandticket im kommenden Jahr für inakzeptabel. Eine Preiserhöhung sei eine Frechheit, wenn nicht wenigstens nach Finanzierungsmöglichkeiten für eine Preisstabilität gesucht werde, sagte Ramelow bei einer Wahlkampfveranstaltung der Linken in Erfurt. Er schlug vor, das Dienstwagenprivileg wenigstens zu deckeln - und damit auf Mittelklasseautos zu begrenzen und es nicht mehr für Premiumautos und große SUV anzuwenden. "Dann wäre Geld da für das Deutschlandticket", sagte Ramelow.

Das Dienstwagenprivileg ist ein steuerlicher Vorteil für Menschen, die ihren Dienstwagen auch privat nutzen können. Nach Schätzung kostet es den Staat durch geringere Steuereinnahmen jährlich einen Milliardenbetrag. Allerdings sind Dienstwagen ein wichtiges Marktsegment für einige der großen deutschen Autohersteller. 

Die Verkehrsminister hatten sich in der vergangenen Woche darauf verständigt, dass der Preis für das Deutschlandticket in diesem Jahr voraussichtlich bei 49 Euro bleiben soll. Für das Jahr 2025 haben die Verkehrsminister der Länder jedoch eine Preiserhöhung angekündigt. Noch ist unklar, wie teuer das Ticket im Zuge der Haushaltskonsolidierung des Bundes werden soll.

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