Wer einen frühen Großhandelskatalog hiesiger Provenienz aufschlägt, wird über die Fülle an lautgebenden Erzeugnissen erstaunt sein. So fanden unter anderem Stimmpfeifen, Xylophone und Lyren aus den regionalen Werkstätten Eingang in die Musterbücher des bekannten Grossisten Carl Zimmermann und von hier aus ihren Weg in die Welt. Daneben verschafften sich Mehlis und Zella St. Blasii mit der Fabrikation von Alltagsglocken Gehör. Tonangebend war die 1821 gegründete Firma „Schilling & Söhne“, die 1900 mit der „W. Kührt & Schilling“ zur „Vereinigten Thüringer Metallwarenfabrik AG“ verschmolz und mit der Fa. Heinrich Wißner in harten Konkurrenzkampf treten sollte. Dieser brachte vor Ort eine üppige Glockenvielfalt zur Blüte.