Oberzentrum „Wichtiges Signal für die ganze Region“

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Suhls Oberbürgermeister André Knapp. Foto: frankphoto.de/K.-H. Frank

Mit Freude und Zuversicht kommentiert man in Suhl und Oberhof die Aufnahme des angestrebten Oberzentrums in den Landesentwicklungsplan.

Die Entscheidung der Thüringer Landesregierung vom Dienstag, Suhl mit den Nachbarstädten Zella-Mehlis, Oberhof und Schleusingen im Entwurf des neuen Landesentwicklungsplanes (LEP) als „funktionsteiliges Oberzentrum Südthüringen“ auszuweisen, wird im Suhler Rathaus ausdrücklich begrüßt. „Damit hat das Kabinett diese einmalige Entwicklungschance für den gesamten Süden Thüringens erkannt und den Weg zur Umsetzung freigemacht“, sagte Oberbürgermeister André Knapp unserer Zeitung. Er sei froh über die richtige und wichtige Entscheidung, mit einem künftigen Oberzentrum ein starkes Gegengewicht zu den Oberzentren im angrenzenden fränkischen Raum zu setzen. Davon würden nicht nur die unmittelbar beteiligten Städte Suhl, Zella-Mehlis, Oberhof und Schleusingen profitieren, sondern die gesamte Region, ist sich Knapp sicher.

Gleichwohl sei der Beschluss zum Landesentwicklungsplan nur der Auftakt zum Anhörungsverfahren, das bis April/Mai des übernächsten Jahres laufe und erst dann in einer Planfortschreibung münde. „Es liegt noch viel Arbeit vor allen Beteiligten“, sieht es der Oberbürgermeister.

Auch Oberhofs Bürgermeister Thomas Schulz zeigt sich erfreut über die Signale aus Erfurt. „Es dürfte deutschlandweit schon recht einmalig sein, dass sich vier Städte gemeinsam auf den Weg machen, um ein Oberzentrum zum Nutzen der gesamten Region zu bilden“, sagte er. Er werte das Signal der Landesregierung als als deutliches Zeichen dafür, dass die vier Städte mit ihrer seit zwei Jahren in einer Arbeitsgruppe gebündelten Aktivitäten auf dem richtigen Weg seien.

Seit Ende 2018 arbeiten die vier Städte in einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Entwicklung Oberzentrum Südthüringen“ zusammen. Seither wurde ein Regionales Entwicklungskonzept erarbeitet und beschlossen, in dem eine ganze Reihe konkreter Handlungsfelder, wie etwa interkommunale Einzelhandels-, Gewerbeflächen-, Radverkehrs- und Tourismuskonzepte, verankert sind.

 

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