Es ist eine ausgesprochen gute Nachricht für alle Südthüringer: Die Landesregierung will unsere Region im Gefüge der zentralen Städte stärken und endlich auch hier zwei Oberzentren etablieren, die den Publikumsmagneten in Erfurt, Coburg und Fulda mit eigener Power Paroli bieten können. Freudig wird das Oberzentrum Eisenach überall in seinem Einzugsgebiet von Mühlhausen bis Bad Salzungen begrüßt: Nach dem überfälligen Zusammengehen mit dem Wartburgkreis ist das der zweite Schritt, das Potenzial der kultur- und wirtschaftsstarken Stadt zum Wohle des gesamten Thüringer Westens zu heben. Beim zweiten Oberzentrum jedoch, das Suhl und Zella-Mehlis mit Oberhof und Schleusingen bilden sollen, deutet sich das gleiche Schicksal an, das bisher noch jeder Versuch erlitt, die starken Südthüringer Kräfte so zu bündeln, dass ein Schwergewicht herauskommt, das im Konzert der Regionen mitspielen kann: Ein gemeinsames Vorwärts-Projekt scheitert an einer Missgunst, der 20 000 Stadtbewohner wichtiger sind als weit über 300 000 Südthüringer.
Kommentar zum Oberzentrum Südthüringen schwächt sich mal wieder selbst
Markus Ermert 25.11.2022 - 11:35 Uhr