Während in Schmalkalden und Meiningen große Freude unter den Lokalpolitikern herrschte, waren die Vertreter des bisherigen Quartetts Suhl, Zella-Mehlis, Schleusingen und Oberhof am Dienstag verärgert über die Entscheidung der Landesregierung ein Südthüringer Oberzentrum aus sechs statt vier Städten zu formieren. Sie übten heftige Kritik an diesem Beschluss und brachten einen Boykott des Sechser-Modells ins Spiel. „Wir werden uns dazu in der kommenden Woche bei einem Treffen verständigen“, kündigte Schleusingens Bürgermeister André Henneberg (Freie Wähler) an und betonte: „Wir stehen für vier Städte.“ Er könne sich weitaus angenehmere Nachrichten vorstellen als die vom Dienstag, die sich am Montag bereits angedeutet hatte. „Die Entscheidung konterkariert unsere Arbeit der vergangenen fünfeinhalb Jahre“, kritisierte Henneberg. „Wir haben ganz viel gearbeitet, Konzepte geschrieben, Fördergeld ist geflossen – das wäre rausgeschmissenes Geld.“