Oberhof Umgebaute Rennrodelbahn wird übergeben

Nach zweieinhalb Jahren Umbauzeit wird die Rennrodelbahn in Oberhof am diesem Montag offiziell an den Zweckverband Thüringer Wintersportzentrum übergeben.

Obehof - Für über 40 Millionen Euro wurde die Anlage für die Rodel Weltmeisterschaften im Januar modernisiert. Es wurden Kurven verändert, die Kühlung der Bahn modernisiert, die Eisrinne bekam ein neues Dach. Ausserdem entstand ein Nachwuchsleistungszentrum. Künftig würden zur Energieeinsparung zudem Abwärmepotentiale genutzt, Solarenergie werde eingesetzt, ein Kaltnetz sei aufgebaut worden, so der Zweckverband.  
 
„Heute beginnt für den Kufensport ein neues Kapitel und dieses heißt Zukunft – weil wir hier auch ein Stück Zukunft für den Sport in Thüringen und ganz Deutschland gesichert haben“, sagt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow im Vorfeld der Eröffnung. „Ich bin allen Beteiligten dankbar, dass sie in einer Zeit voller Herausforderungen dieses Projekt realisiert haben. Wir haben gezeigt, dass Thüringen und die Thüringer Bauwirtschaft solche Großprojekte realisieren können. Das macht mich sehr stolz.“

Die bevorstehenden FIL-Rennrodel-Weltmeisterschaften vom 23. – 29. Januar 2023 als Anlass, wurde die imposante Sportstätte des Zweckverbandes Thüringer Wintersportzentrum Oberhof - mit umfangreicher Förderung durch Freistaat und Bund – nachhaltig modernisiert. Drei Baufenster, deren Ausführung „nur“ durch die Doppel-Weltcups 2020/2021 sowie den Rennrodel-Weltcup im Januar 2022 unterbrochen wurde, waren notwendig, um die anspruchsvolle Sportstätte an internationale Standards anzupassen und langfristig konkurrenzfähig zu machen, teilte der Zweckverband mit.

Über 25.000 Abfahrten gibt es jährlich in der vereisten Anlage, darunter Fahrten nationaler und internationaler Spitzenathletinnen und -athleten, Parasportler sowie
zahlreiche Jugend- und Nachwuchskader. Thüringens Sportminister Helmut Holter sieht die Anlage für die Zukunft gewappnet: „Wir nutzen die Weltmeisterschaften, um die Zukunft des Kufensports im Freistaat zu sichern und mit der Bahn jetzt auch erstklassige Bedingungen für die Medaillenträgerinnen und Champions von morgen zu schaffen. Wir haben eine langfristig konkurrenzfähige internationale Sportstätte, die den Standards auch in Zukunft entsprechen wird.

Die Trainingszeiten und die Bahnbelegung der kommenden Wochen und Monate zeigen nach Angaben des Zweckverbandes eine deutlich steigende Nachfrage zur Nutzung der 1.354,5 Meter langen Kunsteisstrecke, die im kommenden Januar dann zur WM-Bahn wird.

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