Der Beckenrand fällt sanft ab wie ein Strand am Meer. Die Sonne scheint. Es sind 30 Grad. Das Wasser schimmert hellblau und auf einmal baut sich eine Welle auf. Aber das ist nicht das Meer. Das ist München, genauer Hallbergmoos, wo sich Deutschlands erster Wellenreitpool befindet. Im hüfttiefen Wasser geht es aufs Brett. Elf Männer und eine Frau sind in der Gruppe. Wer an der Reihe ist, paddelt ein paar Meter zu der Stelle, an der sich die Welle aufbaut. Ein Surflehrer sitzt wenige Meter auf seinem Brett entfernt und gibt Tipps. „Jetzt!“, ruft er. Die Welle kommt. Mit ein paar Paddelzügen kommt man hinein. Das Brett beginnt zu gleiten. Man springt auf die Füße und dreht das Brett in die Wasserwand. Nachdem man ein paar Kurven gefahren ist, läuft die Welle ins flachere Wasser. Der Surfer springt ab. In zwei, drei Sekunden ist die Wasserwalze über einen hinweg gezogen. Man steht auf, spaziert am Beckenrand zurück, um die nächste von gut einem Dutzend Wellen zu surfen.