Region bei Briten, Franzosen und Belgiern sehr beliebt
Auch wenn die betroffene Region nicht zu bekanntesten Touristen-Hotspots Spaniens gehört: Strände wie die Playa de Mojácar werden im Sommer vorwiegend von Spaniern, nach Behördenangaben aber auch von Zehntausenden ausländischen Touristen vor allem aus Großbritannien, Belgien und Frankreich besucht.
Etwa 150 Feuerwehrleute hatten zunächst die ganze Nacht über bei starkem Wind gegen die Flammen gekämpft. Die Zahl der Einsatzkräfte wurde am Freitag auf mehr als 460 erhöht. "Sie kämpfen mit aller Kraft gegen einen schrecklichen Brand, der sehr komplex ist und sich schnell ausbreitet", sagte Sanz. Eingesetzt werden dabei auch elf Löschflugzeuge und -Hubschrauber.
Experten klagen: "Ein ewiges Déjà-vu"
Spanien, aber auch Portugal und andere europäische Länder werden schon seit Wochen von einer ganzen Serie von Waldbränden heimgesucht. In Italien wütete am Freitag ein großes Feuer. Betroffen ist ein Gebiet von mehr als 600 Hektar in der norditalienischen Region Piemont am Rande des Nationalparks Val Grande. In der Ortschaft Colloro mussten etwa 150 Menschen sicherheitshalber ihre Häuser verlassen.
Seit Jahresbeginn haben großflächige Feuer allein in Spanien bereits mehr als 57.000 Hektar Land zerstört, wie Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) zeigen.
Experten beklagten unterdessen erneut mangelnde Präventionsmaßnahmen. Sie sprechen von einer vermeidbaren Tragödie. Bewohnte Gebiete lassen sich ohne größere Ausgaben besser schützen, behaupteten gleich mehrere Forstexperten und erfahrene Brandbekämpfer in RTVE unisono.
"Es ist wie ein ewiges Déjà-vu. Jedes Jahr fordern wir mehr Vorsorgemaßnahmen", sagte zum Beispiel Waldbrandbekämpfer Román García in RTVE. Solche Brände würden durch den Klimawandel und die globale Erwärmung begünstigt. Die zunehmende Trockenheit und der Feuchtigkeitsmangel machten Wälder und Buschland zu leicht entzündlichem Brennstoff und begünstigten die rasche Ausbreitung der Feuer.