Nordische Kombination Ein Hauch von Normalität

Wieder Bronze: Richard Stenzel vom SC Motor Zella-Mehlis wird in Seefeld erneut Dritter. Foto: Ronny Ackermann/DSV

Seefeld scheint Richard Stenzel zu liegen. Nach der Bronzemedaille im Dezember schafft es der Kombinierer vom SC Motor Zella-Mehlis beim Deutschlandpokal erneut aufs Podest.

Seefeld - Wenigstens ein Stück Normalität ist zurückgekehrt. Die Januar-Auflage des Deutschlandpokals in Seefeld ist eine andere als die im vergangenen Dezember. Damals vor gut einem Monat musste alles sicherheitshalber ganz schnell über die Bühne gehen. Anreisen, abspringen: Viel Zeit zum Trainieren auf der Toni-Seelos-Olympiaschanze, der größeren von zwei Bakken im nordischen Zentrum der Olympiaregion Seefeld, blieb nicht. Unmittelbar am ersten Wettkampftag reiste die Thüringer Truppe von Ronny Ackermann an. Der 43-Jährige ist Trainer des Oberhofer Kombinierer-Nachwuchses.

Eigentlich sollte Klingenthal den ersten Deutschlandpokal im neuen Jahr ausrichten. Doch angesichts des weiterhin geltenden Lockdowns zogen sich die Sachsen zurück. Seefeld sprang ein und machte es möglich, den ersten Wettkampf in 2021 in eher gewohnter Form ablaufen zu lassen. Die Nachwuchsathleten vom Sportgymnasium Oberhof – Albin und Richard Stenzel, Tim Häfner, Max Herbrechter, Hannes Gehring und Niklas Pfeuffer – waren zusammen mit ihren Trainern Marko Frank und Ronny Ackermann nach Tirol gefahren.

Den ganzen Freitag konnten die Talente diesmal für die Vorbereitung auf das Wettkampf-Wochenende nutzen. Außerdem fanden sowohl am Samstag als auch am Sonntag Wettkämpfe statt. Ein Stück Normalität für die Kinder mitten in der Corona-Dauerkrise. Das Tüpfelchen auf dem i lieferte das Wetter. Es zeigte sich von seiner besten Seite.

Ebenso gut anzusehen: Richard Stenzel (AK Jugend 16) vom SC Motor Zella-Mehlis. Er konnte seine Leistungen auf der Schanze im Vergleich zum Dezember weiter ausbauen. Am Samstag sprang er auf der K99-Meter-Schanze 101,5 Meter und am Sonntag zeigte er mit 105,5 Meter gar den weitesten Sprung in seiner Altersklasse. Zum Vergleich: Im Dezember reichte es für 99,5 Meter. Entsprechend groß war beim Zella-Mehliser die Freude.

Richard Stenzel ging dann – bei fast zweistelligen Minusgraden – auch an beiden Wettkampftagen als Erster auf die Laufstrecke. Dort konnte er seinen Vorsprung allerdings nicht verteidigen und musste sich – wie schon im Dezember – den beiden laufstarken Athleten aus dem nordrhein-westfälischen Rückershausen (Mika Wunderlich) und dem bayerischen Oberaudorf (Benedikt Gräbert) geschlagen geben.

Edelmetall war damit dennoch gesichert: Sowohl beim Fünf-Kilometer-Sprint am Samstag als auch beim 7,5-Kilometer-Lauf am Sonntag wurde Richard Stenzel mit der Bronzemedaille für seine Leistungen belohnt.

Bei der Jugend 17/18 lief es diesmal nicht ganz so gut für die Oberhofer Jungs. Vor allem beim Springen taten sie sich zum Teil etwas schwer. Am Samstag erkämpfte sich Max Herbrechter (Jahrgang 2004) von der TSG Ruhla den 7. Platz als bester Thüringer in dieser Altersklasse und am Sonntag konnte Hannes Gehring (Jahrgang 2003) vom SV Biberau nach dem Zehn-Kilometer-Lauf den fünften Platz für sich verbuchen.

In der Pokalwertung liegt Richard Stenzel auf dem dritten Rang. Der Schmiedefelder Niklas Pfeuffer ist in der AK 19/Herren auch auf Bronzekurs. SC-Motor-Zella-Mehlis-Starter Tim Häfner ist Achter (AK 16). Richard Stenzels Bruder Albin ist in der AK 17 aktuell Zehnter. as/kt

 

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