Niederschläge November schreibt keine Wetterkrimis

Thomas Heigl
Gut gefüllter Wasserlauf. Foto: Michael Lauerwald/Michael Lauerwald

Das Jahr 2022 wird wahrscheinlich als eines der trockensten in die jüngere Wettergeschichte eingehen. Bislang sind im Bereich der forstlichen Messstelle in Struth-Helmershof nur 673 Millimeter (673 Liter je Quadratmeter) Niederschlag angekommen, etwa ein bis zwei Monatsmengen weniger als üblich.

Der November selbst hat sich mittelmäßig gehalten, hat keine Wetterkrimis geschrieben. Mit 53 Millimetern ordnet er sich an sechster Stelle im Jahresverlauf ein. Allerdings ist der gemeinhin trübe November grundsätzlich kein besonders nasser Monat, fällt gegenüber den Sommermonaten deutlich ab. Im Jahr 2013 war im November die Metersäule bei den Niederschlägen schon fast erreicht. Im trockenen 2018 waren es etwa zehn Zentimeter weniger als in diesem Jahr.

Zumindest die Erdoberfläche ist aktuell gut durchweicht, der äußere Eindruck trügt also nicht. Doch in der Tiefe herrscht im Schmalkalder Umland und auch der Rennsteigregion laut Dürremonitor nach wie vor eine moderate Dürre.

 

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