„Nichts für Rentner übrig“ Senioren-Union kritisiert Energie-Paket des Bundes

Mit harten Worten hat die Senioren-Union im Ilm-Kreis das Maßnahmenpaket des Bundes zum Umgang mit den hohen Energiepreisen kritisiert. Rentner würden darin keine Beachtung finden.

Stephan Rothweil. Foto: Andreas Heckel

Das von der Bundesregierung beschlossene Maßnahmenpaket gegen die hohen Energiepreise kommt bei der Senioren-Union des Ilm-Kreises nicht besonders gut an. Wie deren Vorsitzender Stephan Rothweil mitteilte, habe er das Paket mit Erschrecken zur Kenntnis nehmen müssen. „Knapp ein Drittel der deutschen Bevölkerung geht dabei leer aus. Die Rentner bekommen von den Auszahlungen rein gar nichts ab. Ich stelle mir die Frage, was sich die Regierung dabei gedacht hat. Heizen wir Senioren ohne Energie oder haben wir geringere Lebenshaltungskosten? Ich kann die Maßnahmen des Koalitionsausschuss nicht nachvollziehen“, kritisiert Rothweil das Maßnahmenpaket.

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Generell sei das Vorhaben in seinen Augen eine „Mogelpackung“, wie er sagt. „Die Regierung in Berlin hat festgestellt, dass die hohen Preise für Energie den Geldbeutel der Bürger in Deutschland belastet und will deshalb Entlastungen beschließen. Doch die Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro komme lediglich der Arbeitnehmerschaft zugute. Für Familien soll es 100 Euro Bonus geben, der auf den Kinderfreibetrag angerechnet wird. Unternehmer bekommen eine Reduzierung der Einkommensteuer-Vorauszahlung“, so Rothweil. Dadurch, dass die Auszahlungen versteuert werden müssten, könne sich der Staat bis zu zwei Drittel des Geldes zurückholen.

Seiner Ansicht nach müsse jeder, auch die Bezieher von Rente, die Energiepauschale von 300 Euro, steuerfrei erhalten. Es dürfe keine Diskriminierung im Alter geben, so der Vorsitzende der Senioren-Union.