Haushaltspolitik klingt nur selten sexy, obwohl sie wichtig ist. Weil ohne Geld in diesem Staat eigentlich nichts geht. Schon deshalb sind Beratungen über den Etat auch des Landes Thüringen „in Zahlen gegossene Politik“, wie unter anderem Thüringens Finanzministerin Katja Wolf (BSW) das immer wieder formuliert. Erfunden hat sie diesen Ausdruck zwar nicht. Aber sie bringt ihn stets und ständig, ebenso wie jenes Mantra, das sie auch während der Generaldebatte zum Doppelhaushalt 2026/2027 erneut wiederholt, um die Schuldenorgie zu rechtfertigen, die die Brombeer-Koalition mit diesem Etatwerk feiert. Schulden, sagt Wolf mal wieder, ließen sich nicht nur an Kontoständen ablesen. Auch in einer maroden Infrastruktur steckten am Ende Schulden. Solche, die die nachfolgenden Generationen auch belasteten.