Die Fotospots – es gibt sie mittlerweile überall. Ob das auf einem schneebedeckten Gipfel in den Alpen, dem im Wald versteckten See oder vor historischen Schlössern ist. Alles, was als touristisch interessant gilt, wird fotografiert. In Meiningen gibt es davon nun sogar zwei: am Eisteich im Englischen Garten und am Gebäude der Kammerspiele. Egal ob Gruppenbild oder Selfie: Erinnerungsfotos gehören mittlerweile zu jedem Ausflug dazu. Es ist eine schöne Sache, man ist beispielsweise Skifahren, steigt aus der Gondel und steht auf einem 2000 Meter hohen Berg. Und mitten da, kurz vor dem Hang wurde ein Aufsteller platziert, der in Großbuchstaben den Namen des Ortes zeigt. Die Prioritäten verschieben sich: Erst einmal muss ein Bild gemacht werden, danach ist immer noch genug Zeit zum Ski fahren. Es bilden sich schließlich sogar Schlangen aus Leuten, die das eine Bild haben möchten. Danach wird es höchstwahrscheinlich in diversen sozialen Netzwerken gepostet, um nicht nur zu zeigen, was sie für schöne Ausflüge machen, sondern der Ort selbst erlangt dadurch immer mehr an Bekanntheit. Ein cleverer Schachzug des Stadtmarketings, der nun auch in Meiningen umgesetzt wurde.