„Der See lud ein zum Bade – zugefroren, schade.“ Nein, diesem witzigen Spruch wollte der Frauenseer Freundeskreis nicht folgen, der am Neujahrstag um 14 Uhr wieder in die eiskalten Fluten des rund vier Hektar großen Erdfallsees stieg. Vielmehr hatten die Aktiven um Christine und Lars Hofer schon Tage zuvor mit Werkzeug und Pumpe dafür gesorgt, dass es ein Loch im Eis gab – so groß wie ein Pool und vermutlich ausreichend für die Mitbader. Deren Anzahl kennt man vorher immer nicht so genau. Das Anbaden ist eine private Sache von befreundeten Familien, an der sich jedermann auf eigene Verantwortung beteiligen kann und zu der man sich nicht anmelden muss. Jedenfalls waren die Einladenden dem mehrere Zentimeter starken Eis rechtzeitig zu Leibe gerückt und die Fläche blieb auch wirklich offen bis zum Badetag. An diesem machte eisiger Wind, der über die Fläche und am Ufer wehte, die Überwindung wohl noch ein bisschen größer, die die Eintauchenden aufbringen mussten. Bei nur zwei Grad Wassertemperatur übrigens.