Neuhäuser Kindergärten Stadt und Awo favorisieren Kita-Neubau am Apelsberg

Mehr als 40 Jahre alt und sanierungsbedürftig ist die Kita „Tausendfüssler“ ebenso wie das „Kinderland am Apelsberg“. Foto: Carl-Heinz Zitzmann

Dass in Neuhaus eine neue Kita gebaut werden soll, war bisher ein offenes Geheimnis. Nun bestätigen Stadt und Awo: Statt zwei sanierungsbedürftige Häuser auf Vordermann zu bringen, hat man einen Ersatzneubau ins Auge gefasst.

Zu den immer wieder einmal erwähnten Plänen eines Kita-Neubaus in Neuhaus am Rennweg – zuletzt Anfang Mai im Kulturausschuss der Stadt thematisiert (Freies Wort berichtete) – äußern sich Kommune und Träger nun erstmals zu jenem Vorhaben. In einer gemeinsamen Mitteilung heißt es: „Die Stadt Neuhaus am Rennweg und die Awo Alten-, Jugend- und Sozialhilfe (AJS) gGmbH bereiten gemeinsam einen Kindergarten-Neubau in Neuhaus am Rennweg vor.“ Zuletzt habe der Neuhäuser Stadtrat im November 2021 grünes Licht für den Standort und für den Vollzug der diesbezüglich erforderlichen Grundstücksangelegenheiten gegeben, informiert Anne Osterland, Bereichsleiterin Öffentlichkeitsarbeit der Awo Thüringen. Nach internen Vorabstimmungen über Platzkapazität und Flächenbedarf sowie einer groben Kostenschätzung stehe als nächstes ein Termin mit der Kommunalaufsicht und dem Jugendamt im Landratsamt Sonneberg für Anfang Juni an.

Die Awo AJS betreibt in Neuhaus mit dem „Kinderland am Apelsberg“, der Kita „Tausendfüssler“ und dem „Haus der kleinen Strolche“ in Steinheid aktuell drei Kindergärten mit einer Gesamtkapazität von rund 270 Plätzen. Die beiden mittlerweile mehr als 40 Jahre alten Einrichtungen in Neuhaus selbst müssten, so Osterland, perspektivisch umfassend saniert werden. „Aus Kostengründen wird von beiden Partnern als Alternative zur Sanierung zweier Kindergärten der Neubau eines neuen, modernen und nachhaltigen Kindergartens am bisherigen Standort des Kindergartens in der Otto-Engert-Straße am Neuhäuser Apelsberg favorisiert, der für beide bisherigen Kindergärten als Ersatzneubau fungieren wird.“ Parallel würden beidseitig Fördermöglichkeiten für den Neubau ausgelotet.

„Beide Partner sind interessiert an einem zeitgemäßen Kindergarten-Neubau, der dem örtlichen mittelzentralen Bedarf und den aktuellsten Erkenntnissen der Kinderbetreuung entspricht“, erklärt der Neuhäuser Bürgermeister, Uwe Scheler. „Außerdem müssen wir dringend auf die preislichen Entwicklungen am Energie- und Wärmemarkt und auf die Erfordernisse des Klimaschutzes reagieren. Die Sicherung von bedarfsgerechter Kinderbetreuung einschließlich umfassender Möglichkeiten für die Eltern aus den umliegenden Gemeinden, ihr Wunsch- und Wahlrecht für die Betreuung ihres Kindes in Neuhäuser Kindergärten auch tatsächlich ausüben zu können, ist dabei für die Stadt Neuhaus am Rennweg als Mittelzentrum und größter Wirtschaftsstandort in der Rennsteigregion oberstes Gebot.“

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