Neues Jahrbuch Schleusinger Geschichte

Karin Schlütter
Die ersten Exemplare gehen über den Tisch. Foto: Karin Schlütter/Karin Schlütter

Druckfrisch liegt sie auf dem Tisch, die Nummer 19 der „Schleusinger Blätter“, des Almanachs aus Vergangenheit und Gegenwart für Schleusingen (Landkreis Hildburghausen) und Umgebung.

Vollbesetzt ist der Fürstensaal von Schloss Bertholdsburg am Mittwochabend. Autoren, Freunde der Schleusinger Blätter und Besucher sind gekommen, um die Präsentation der neuen Ausgabe zu erleben, darunter auch die ehemalige Schleusinger Pfarrerin Dorothea Söllig und Bürgermeister André Henneberg.

Seit 2004 ist jedes Jahr ein neues Heft erschienen, auch in den Jahren 1920 und 2021 als eine Präsentation in dieser Form nicht möglich war. Daran erinnert Jörg Zinn, der mit Caterina Zinn, Janis Witowski, Mario Zerrenner und Steffen Dietz zur Redaktion gehört.

22 Autoren haben mit ihren Geschichten zur Geschichte und Gegenwart das Heft wieder vielfältig und interessant gestaltet. Da geht es um Gemeindepartnerschaften, die am Wochenende beim Stadtfest auch ganz aktuell eine Rolle spielen, um alte Schneidmühlen im Nahetal, um die Geschichte des Turnsports und des Tennis in Schleusingen, das Schleusinger Krankenhaus ...

Ein treuer Begleiter der Redaktion seit der ersten Ausgabe im Jahre 2004 ist Bernd Heim, der auch diesmal wieder zurückblickt auf Land und Leute früherer Jahre im Schleusinger Land. Franz Müller - einer unvergessenen Straßenbauer-Legende wird in der jüngsten Ausgabe ein Denkmal gesetzt, und was vor 100 Jahren und vor einem Jahr in Schleusingen passierte, auch das wird wieder zu lesen sein.

Das Titelbild der Nr. 19 stammt von Antje Chudy, der Breitenbacherin ist auch das Künstlerporträt gewidmet. Wie die Redaktionsmitglieder arbeiten alle Autoren ehrenamtlich, ohne Honorar, in dem Bestreben Geschichte zu bewahren und die Gegenwart zu gestalten. Ihnen allen dankt Jörg Zinn namens der Redaktion für dieses Engagement. Ebenso wie den Geschäften und Institutionen, die es ebenso übernehmen, die Hefte zu verkaufen.

Historische Komponisten mit Bezug zu Schleusingen

„Wir bieten es zum Selbstkostenpreis, lediglich Papier- und Druckkosten werden von dem seit Jahren stabilen Preis von fünf Euro gedeckt“, erklärt er. Das sei nur möglich, weil so viele mithelfen, dass jedes Jahr unter dem Dach des Museumsfreundeskreises ein neues Heft erscheinen kann.

Begleitet wird dieser Abend im Fürstensaal der Bertholdsburg von „wunderbarer Musik, die so entspannend ist und der ich noch ewig lauschen könnte“, sagt es beim Nachhause-gehen Marianne Didschuneit zu Torsten Sterzik. Der Kirchenmusikdirektor leitet das Kollegium Musikum Hildburghausen, das eben mit dieser Musik die Stunde zu einer besonderen macht.

Und Torsten Sterzik hat dazu eigens Stücke von Komponisten ausgesucht, die sich vor mehr als 300 Jahren „hier in Schleusingen mal bewegt haben“ etwa Georg Christoph Bach, ein Onkel von Johann S. Das Publikum dankt es mit lang anhaltendem Applaus.

Torsten Sterzik, das hat er versprochen, wird künftig auch als Autor Interessantes aus der Kirchenmusik-Geschichte für die „Blätter“ beisteuern. So kann die Nummer 20, die Jubiläums-Ausgabe, schon in Angriff genommen werden. Die Geschichten zur Geschichte sind noch lange nicht erschöpft und die Redaktion, betont Jörg Zinn ausdrücklich, freut sich über jeden, der sie aufschreibt und mitwirkt.

Das aktuelle Heft ist zum kommenden Schleusinger Stadtfest und danach in 23 Geschäften und Institutionen erhältlich, darunter auch in Hinternah, Erlau, Breitenbach und Waldau.

 

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