Als das Ehrenamtsgesetz am Freitag im Landtag beschlossen ist, klopft Beate Meißner mit der flachen Hand auf ihr Pult. Freude, Genugtuung, Erleichterung – all das spiegelt sich in diesem Moment im Gesicht der Sonneberger CDU-Abgeordneten. Denn als die CDU-Fraktion – auf ihre Initiative hin – das Vorhaben zu Jahresbeginn im Landtag einbrachte, schien es ein Rohrkrepierer zu werden. Die Vorbehalte bei Rot-Rot-Grün waren groß. Noch Mitte Mai kritisierte die Linke einen „Schnellschuss“, die SPD sprach von einem „nicht ausgereiften“ Entwurf. Meißner erklärt sich die Ablehnung der Linken so, dass diese selbst ein Ehrenamtsgesetz plante – aber erst für die nächste Wahlperiode. Die SPD wiederum habe vor allem wegen der 15 Millionen Euro Mehrausgaben Widerstand geleistet.
Neues Ehrenamtsgesetz Weniger Bürokratie, mehr Geld
Eike Kellermann 07.06.2024 - 17:59 Uhr