Neuer Verein „Aus dem Dorf für das Dorf“

red
Vorstand des neu gegründeten Heimat-und Traditionsvereins Witzelroda-Neuendorf (von links): Michael Necke, Franziska Kallenbach, Mirko Kallenbach, Chris Fallenstein, Thomas Amthor Foto: Verein

„Aus dem Dorf für das Dorf“ lautet die Devise des neu gegründeten Heimat- und Traditionsvereins Witzelroda-Neuendorf. Er hat sich zum Ziel gesetzt, das Dorfleben zusammen mit der Dorfgemeinschaft wieder zu beleben.

Das Dorfleben wieder beleben: Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich die Gründungsmitglieder des Heimat- und Traditionsvereins Witzelroda-Neuendorf e. V. eine Kombination aus überlieferten Traditionen und neuen Projekten auf die Agenda geschrieben. Die erste Veranstaltung des neuen Vereins ist ein Dorfstammtisch am Samstag, 17. September, um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Witzelroda. Alle Dorfbewohner sind dazu eingeladen.

Heimat ist da, wo das Herz ist. Die beiden Ideengeber und Gründungsmitglieder des Vereins, Mirko Kallenbach und Chris Fallenstein, sind in Witzelroda aufgewachsen, haben hier ihren Lebensmittelpunkt und sind mit der Ortschaft tief verbunden. Seit zwei Jahren, und seitdem die Corona-Pandemie das kulturelle Dorfleben ausbremste, trieb beide die Idee an, einen Heimat- und Traditionsverein für Witzelroda und Neuendorf zu gründen. „Junge Familien und neu Zugezogene finden in Witzelroda ihr Zuhause, währenddessen die alte Generation immer mehr schrumpft“, weiß Mirko Kallenbach. „Damit drohen auch das Wissen über die Geschichte und Traditionen des Dorfes sowie die Erinnerungen von Zeitzeugen verloren zu gehen. Dieses Wissen möchten wir für die nachfolgenden Generationen erhalten. Die Kinder, die hier aufwachsen, sollen erfahren, wo sie leben“, ergänzt er. „Der Verein will darüber hinaus Plattformen schaffen, auf denen sich die Dorfbewohner generationenübergreifend austauschen können. Dabei sollen sowohl Möglichkeiten geschaffen werden, um gemütlich beisammen zu sein als auch gemeinsam anzupacken“, erklärt Chris Fallenstein. In den Fokus der Vereinsarbeit soll deshalb die Fortführung der Traditionen sowie die Gestaltung und Pflege des Ortes und der Gemeinschaftplätze, die Bewahrung der Geschichte, die Förderung der Jugendarbeit und des gemeinschaftlichen Dorflebens rücken.

„Wenn man sieht, was die Generation unserer Eltern und Großeltern alles auf die Beine gestellt hat und was alles los war: Da gab es unter anderem den Hasenzuchtverein, Rassegeflügelschauen, eine große Jahrfeier zum 850. Jubiläum, Fußballturniere, Tanzabende und Disco sowie gesellige Stunden mit Kartenspiel und Bier in unseren ehemaligen Gasthäusern. Warum sollen die Fortführung der Traditionen und die Umsetzung von Veranstaltungen sowohl für die Kleinsten als auch für unsere Dorfsenioren nicht mit einem Heimatverein funktionieren“, sagt Vereinsgründer Mirko Kallenbach.

Insgesamt sieben Mitstreiter aus Witzelroda und Neuendorf unterstützen bereits die Vereinsarbeit. Bei der Gründungsversammlung am 24. Juni haben die Gründungsmitglieder Mirko Kallenbach zum Vereins- und Vorstandsvorsitzenden gewählt. Gleichberechtigter Stellvertreter ist Michael Necke. Die Kasse führt Chris Fallenstein, Schriftführerin ist Franziska Kallenbach und Thomas Amthor ergänzt den Vorstand. Weitere Gründungsmitglieder sind Christina Necke und Mona Amthor.

Mit dem neuen Heimatverein haben die Witzelröder und Neuendorfer die Möglichkeit, das gemeinschaftliche Dorfleben wieder aufleben zu lassen sowie die eigene Ortsgeschichte zu bewahren und letztlich auch für Besucher erlebbar zu machen. Projektideen gibt es einige: Neben Stammtischen, Seniorenkaffeetreffen und Kindertagen sollen auch Arbeitseinsätze zur Pflege des Ortes und seiner vorhandenen Gemeinschaftsplätze stattfinden. Auch die Jugendförderung, die Offenlegung der Kirchenbücher, die Realisierung von Infotafeln, Fotopoints und der Ortschronik sowie nicht zuletzt die Bewahrung der Mundart zählen zu den Vorhaben des Vereins.

Freilich muss der neu gegründete Verein erst klein anfangen, bevor er für das Dorf aktiv werden kann. „Aktuell warten wir auf die Bestätigung des Amtsgerichtes, dass der Verein offiziell in das Vereinsregister eingetragen ist. Erst dann können wir weitere wichtige Schritte, wie den Abschluss der notwendigen Versicherungen und die Eröffnung eines Vereinskontos in die Wege leiten. Schließlich brauchen wir auch die Rechtssicherheit, um mit der aktiven Vereinsarbeit starten zu können“, berichtet der Vereinsvorsitzende. Außerdem muss der Verein durch Mitglieder erst wachsen, bevor die Vorhaben und Projekte umgesetzt werden können.

Der Dorfstammtisch am 17. September soll die erste gemeinsame Aktion werden. Hier kann auch die Vereinssatzung eingesehen werden. „Wir freuen uns und hoffen auf viele Unterstützer aus dem Dorf, die für ihr Dorf aktiv werden wollen“, so Mirko Kallenbach.

 

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